VRS-Ticket für Köln und Umgebung soll deutlich teurer werden!

Köln - Die Ticket-Preise für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) sollen 2023 in zwei Stufen deutlich angehoben werden. Die ÖPNV-Gebühren dürften damit in Köln, Bonn und Leverkusen und den Kreisen steigen.

Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe werden die geplante Preiserhöhung im VRS-Netz wohl weiterreichen.
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe werden die geplante Preiserhöhung im VRS-Netz wohl weiterreichen.  © Thomas Banneyer/dpa

Zum 1. Januar 2023 erfolgt die geplante erste Preissteigerung um durchschnittlich 3,5 Prozent.

Nach sechs Monaten will der Verbund nochmal die Preise erhöhen. Dann klettern die Preise für den Nahverkehr um 3,87 Prozent.

"Dies ergibt eine durchschnittliche Preisanpassung von 5,44 Prozent für das kommende Tarifjahr 2023", rechnete der Verband.

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Notwendig sei die kräftige Erhöhung wegen etlicher steigernder Kosten-Faktoren. Vor allem die aktuelle Energiekrise treffe die Betreiber von Bussen, Bahnen und Straßenbahn erheblich.

Dazu kämen noch deutlich weniger Fahrgäste aufgrund der Corona-Pandemie. Die fehlenden Fahrten bedeuteten weniger verkaufte Tickets und damit weniger Geld in der Kasse.

Das erwartete Finanzloch sei deutlich größer, aber der VRS sehe sich gezwungen, einen Beitrag zu leisten, um die beteiligten Kommunen ein Stück weit zu entlasten.

Nachfolger von 9-Euro-Ticket erhofft

Auch die Fahrkarten in Bonn dürften ab Januar teuer werden.
Auch die Fahrkarten in Bonn dürften ab Januar teuer werden.  © Roberto Pfeil/dpa

Gleichzeitig hofften die Vertreter des VRS auf einen schnellen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket.

"Wir erwarten nun, dass es kurzfristig eine Entscheidung zum Nachfolger des 9-Euro-Tickets geben wird, um die Fahrgäste des VRS deutlich zu entlasten und somit die Wirkung dieser unvermeidlichen Preismaßnahme erheblich gemildert wird."

So könnten Fahrgäste an Rhein und Sieg etwas entlastet werden: "Mit Blick ins nächste Jahr erwarten wir, dass ein solches Nachfolgeticket auch dazu führt, dass die Tarifstrukturen im VRS angepasst werden können, sodass sich mittelfristig die Betroffenheit von dieser Preismaßnahme in Grenzen halten wird."

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Wann der 9-Euro-Nachfolger kommt und wie teuer er wird, steht noch im Ungewissen. Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs im VRS-Gebiet müssen sich also vorerst auf steigende Preise ab Januar 2023 einstellen.

Köln, Bonn, Leverkusen und die Landkreise Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis und der Kreis Euskirchen gehören dem VRS-Verbund an.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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