"Wirtschaftliche Katastrophe": Deiters kämpft mit heftigen Einbußen

Frechen - Ob Pappnase, Perücke oder Zirkusclown-Kostüm: Für den rheinischen Händler Deiters ist Karneval ein großes Geschäft. Entsprechend groß sind die finanziellen Löcher in der Corona-Krise.

Deiters-Chef Herbert Geiss hat wegen der Corona-Krise mit Umsatz-Einbußen von etwa 90 Prozent zu kämpfen.
Deiters-Chef Herbert Geiss hat wegen der Corona-Krise mit Umsatz-Einbußen von etwa 90 Prozent zu kämpfen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die coronabedingten Absagen von Karnevalsfeiern haben das Geschäft vom Kostümhändler Deiters einbrechen lassen. In dem im April begonnenen Geschäftsjahr sei der Umsatz bis Ende Januar um etwa 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen, teilte Deiters mit. Eine absolute Zahl wurde nicht genannt.

Die Läden der Firma hatten im Geschäftsjahr 2020/21 nur einige Monate auf, seit Mitte Dezember macht Deiters nur noch über Online-Verkäufe Umsatz.

Aber selbst dieses Geschäft läuft schwach, da viele Menschen mangels Feiermöglichkeit auf neue Kostüme verzichten. "Wirtschaftlich gesehen ist das für uns eine Katastrophe", sagt Firmenchef Herbert Geiss.

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Die Firma mit Sitz in Frechen bei Köln hat 31 Läden, vor allem in NRW. Deiters hat nach eigenen Angaben 280 festangestellte Mitarbeiter, von denen die allermeisten in Kurzarbeit sind. Normalerweise beschäftigt Deiters etwa 400 Saisonkräfte, dieses Jahr sind es null.

Gut zwei Drittel der Erlöse macht Deiters normalerweise mit Karnevalsverkleidung, der Rest entfällt auf Verkleidungsanlässe wie Halloween und Mottopartys.

Die Firma ist der größte deutsche Händler von Karnevalskostümen, zu den Konkurrenten gehört Karnevalswierts.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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