Vom Aussterben bedroht: Dieses süße Tierchen ist ein echter Kölner!

Köln – Im Kölner Zoo hat ein süßer Bambuslemur das Licht der Welt erblickt! Seine Rasse gilt als "vom Aussterben bedroht" und ist europaweit nur in sehr wenigen Zoos zu sehen.

Der Bambuslemur "Mahery" ist Ende Mai auf die Welt gekommen.
Der Bambuslemur "Mahery" ist Ende Mai auf die Welt gekommen.  © Werner Scheurer

Am Donnerstag stellten die Zoo-Verantwortlichen das Ende Mai geborene Jungtier vor.

Der kleine Lemur wurde auf den Namen "Mahery" getauft und zeichnet sich durch große Kulleraugen und weiße Örchen aus.

Seine Mutter "Izy" ist ebenfalls eine waschechte Kölnerin. Zusammen mit dem aus Frankreich stammenden Vatertier "Woody" hat sie schon mehrfach Nachwuchs aufgezogen.

Wie bei Lemuren üblich, trägt Izy ihren Kleinen noch sehr viel am Bauch mit sich herum. In wenigen Wochen soll sich Mahery aber schon lösen. Dann wird er selbstständig über die Bäume im Madagaskarhaus klettern.

Weltweit gibt es laut Zoo-Informationen nur noch wenige 100 Große Bambuslemuren. Daher wurde ihre Art als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. 

Laut eigenen Angabe ist der Kölner Zoo der einzige Zoo in Deutschland, der die besonderen Tiere hält und züchtet.

Bambuslemuren gelten in europäischen Zoos als extrem selten

Der kleine Lemur wird noch viel von seiner Mutter am Bauch getragen.
Der kleine Lemur wird noch viel von seiner Mutter am Bauch getragen.  © Werner Scheurer

Der Grund für die Bedrohung von Bambuslemuren liegt in der Zerstörung ihrer typischen Lebensräume. So leben die Primaten nur im Norden und Osten Madagaskars, wo es zwei kleine Regenwaldgebiete mit Bambusbestand gibt.

Dort finden sie sich in Gruppen von drei bis fünf Tieren zusammen, meist bestehend aus einem Männchen, ein bis zwei Weibchen und den dazugehörigen Jungtieren.

Insgesamt können Bambuslemuren von Kopf bis Schwanzspitze etwa 85 Zentimeter lang werden, wobei ihr Schwanz etwas länger ist als ihr Körper. 

Mit ihren kräftigen Hinterbeinen können sie besonders gut zwischen Bäumen hin und her springen, auf denen sie sich die meiste Zeit aufhalten. Namengebend ist ihr Hauptnahrungsmittel – der Bambus.

Laut dem Kölner Zoo gibt es Große Bambuslemuren europaweit nur noch in fünf weiteren Zoos, die derzeit insgesamt 25 Tiere beherbergen.

Titelfoto: Werner Scheurer

Mehr zum Thema Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0