Kölner Groß-Bordell Pascha ist pleite

Köln – In Köln gibt es ein weiteres prominentes Corona-Opfer: Das Bordell Pascha hat Insolvenz angemeldet.

Das Bordell Pascha in Köln musste Insolvenz anmelden.
Das Bordell Pascha in Köln musste Insolvenz anmelden.  © Oliver Berg/dpa

Das bestätigte Geschäftsführer Armin Lobscheid dem Express. Demnach habe er den Antrag am Dienstag beim Amtsgericht eingereicht. "Wir sind am Ende", wird der Pascha-Chef zitiert.

Alle Rücklagen seien inzwischen aufgebraucht. In dem Bordell arbeiteten mehr als 100 Prostituierte und 60 Angestellte.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde Prostitution im März in NRW verboten. Diese Regelung besteht noch immer an. In Köln und Düsseldorf gab es zuletzt Demos gegen dieses Verbot.

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Das Lusthaus wurde in den 1970er Jahren eröffnet und war damals das erste Hochhausbordell Europas. Das zehnstöckige Etablissement gehört zu den größten Laufhäusern in ganz Europa und wurde 1995 zum Pascha umbenannt.

Pascha-Gründer Hermann Müller war 2017 wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Im September 2017 gab es eine Razzia in dem Bordell.

Das Pascha ist Mieter des Hochhauses. Die Zukunft der Immobilie ist noch unklar.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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