Kölner Karnevalschef hat noch Hoffnung auf "Karneval light"

Köln – Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn (55), kann sich angesichts von Corona keinen Straßenkarneval vorstellen.

Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkommitees Kölner Karneval, und Frau Katia beim Kölner Rosenmontagsumzug 2019.
Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkommitees Kölner Karneval, und Frau Katia beim Kölner Rosenmontagsumzug 2019.  © Oliver Berg/dpa

"Der Straßenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können", sagte Kuckelkorn am Mittwoch im WDR-Morgenmagazin. "Auch Ballveranstaltungen können wir uns nicht vorstellen." 

Anders sei es bei Karnevalssitzungen mit Hygienekonzept. Man könne ja auch mit Maske in ein Restaurant gehen und diese dann am Platz abnehmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuvor wegen der Corona-Pandemie skeptisch dazu geäußert, ob im kommenden Winter Karneval stattfinden könne.

Natürlich müsse der Sicherheitsabstand eingehalten werden, sagte Kuckelkorn. Alkohol sei sicherlich eine Komponente, die man berücksichtigen müsse. "Vielleicht gibt es ja auch Veranstaltungen, in denen es auch gar keinen Alkohol mehr gibt oder nur noch eingeschränkt Alkohol." 

Künstler würden vielleicht anteilsmäßig auf ihre Gage verzichten. Die Vereine müssten jetzt herausarbeiten, was der Kern des Karnevals sei und diesen klein inszenieren. "Das ist auch eine große Chance."

Karnevalsbeginn am 11. November als Testlauf

Kuckelkorn sagte, Mitte September werde man vom Landesgesundheitsministerium die vorgelegten Hygienekonzepte bewertet zurückbekommen. Dann werde sich zeigen, wie der Karnevalsbeginn am 11. November ablaufen werde. 

"Nach dem 11.11. wissen wir die Auswirkungen, wissen, wie's funktioniert hat, und das sind dann die Erfahrungswerte, die wir für die Session brauchen."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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