Kölner Museum Ludwig entlarvt Fälschungen aus eigener Sammlung

Köln – Das Museum Ludwig in Köln besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der Russischen Avantgarde, doch nun hat es nach eigenen Angaben vom Freitag herausgefunden, dass ein Teil der Werke gefälscht ist.

Rita Kersting, stellvertretende Direktorin, erklärt die Unterschiede zwischen der Fälschung (l.) und dem Original des Bildes "Suprematismus" (1921) von K. Redko im Museum Ludwig.
Rita Kersting, stellvertretende Direktorin, erklärt die Unterschiede zwischen der Fälschung (l.) und dem Original des Bildes "Suprematismus" (1921) von K. Redko im Museum Ludwig.  © Henning Kaiser/dpa

Die Museumskollektion umfasst etwa 600 Arbeiten der Russischen Avantgarde, datierend aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter 100 Gemälde.

Von diesen hat das Museum nach eigenen Angaben bisher 49 untersucht. Das Ergebnis: Bei 22 Werken wird angenommen, dass sie nicht authentisch sind, bei 27 geht das Museum davon aus, dass es Originale sind.

Die Resultate der hauseigenen Forschung präsentiert das Museum Ludwig von diesem Samstag an bis zum 3. Januar 2021 in einer Ausstellung mit dem Titel "Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung".

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Schon vor der Eröffnung der Ausstellung hatte es eine gerichtliche Auseinandersetzung darum gegeben.

Die Galerie, bei der der Museumsgründer Peter Ludwig (1925-1996) einst die meisten der Bilder gekauft hatte, befürchtete eine Rufschädigung und verlangte deshalb, vorab informiert zu werden.

Die Rückseite einer Fälschung nach A. Exter. Das Werk ist bei der Ausstellung "Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung Fragen, Untersuchungen, Erklärungen" zu sehen.
Die Rückseite einer Fälschung nach A. Exter. Das Werk ist bei der Ausstellung "Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung Fragen, Untersuchungen, Erklärungen" zu sehen.  © Henning Kaiser/dpa

Diese Forderung wurde in zweiter Instanz jedoch abgewiesen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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