Kölner Party-Hotspots werden zur Verbotszone: Es drohen bis zu 10.000 Euro Strafe!

Köln/Düsseldorf – In Kürze werden in Köln und Düsseldorf Ausgehviertel zu Waffenverbotszonen. Das hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen.

Das Waffenverbot gilt unter anderem auf der Zülpicher Straße in Köln.
Das Waffenverbot gilt unter anderem auf der Zülpicher Straße in Köln.  © Oliver Berg/dpa

Bei Verstößen drohen bis zu 10.000 Euro Bußgeld. Betroffen seien die Düsseldorfer Altstadt, die Kölner Ringe und die Zülpicher Straße in Köln.

Dies seien Orte und Plätze, an denen viel Alkohol konsumiert werde und an denen es immer wieder zu Straftaten komme, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU). In den vergangenen Monaten hätten sich dort schwere Messerattacken ereignet.

Die Waffenverbotszonen werden ab dem 21. Dezember nur an Wochenenden sowie vor und an Feiertagen gelten und nur in den Abend- und Nachtstunden.

Schnee und Regen sorgen in NRW für Glätte-Gefahr
Köln Wetter Schnee und Regen sorgen in NRW für Glätte-Gefahr

Dann ist das Mitführen von Messern mit einer feststehenden oder feststellbaren Klinge von mehr als vier Zentimetern Länge sowie von Pistolen und Elektroschockern verboten, wie Reul sagte.

Die Zonen würden mit Schildern gekennzeichnet. Von dem Verbot ausgenommen seien Anwohner, Beschäftigte der Gastronomie und Handwerker.

"Zum Feiern braucht man keine Messer und keine Waffen", sagte Reul. Er erhoffe sich eine beruhigende Wirkung in diesen "Hotspots".

Waffenverbot in Köln und Düsseldorf: Polizei kann jeden kontrollieren

Durch die Verbotszonen könne die Polizei anlassunabhängig kontrollieren und so präventiv eingreifen. "Die Polizei wird nicht jeden kontrollieren, aber sie kann", sagte Reul.

Er sei überzeugt, dass dies eine abschreckende Wirkung haben werde, auch wenn die Waffenverbotszonen kein Allheilmittel seien. So habe die Bundespolizei mit ihren Waffenverbotszonen an Bahnhöfen gute Erfahrungen gemacht.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Köln: