Komplizierte Bergung: Forst-Laster stürzt Waldhang hinab - Fahrer verletzt

Ratingen - Der Unfall eines mit 35 Tonnen Holz beladenen Lasters in einem Wald bei Ratingen hat einen komplizierten Bergungseinsatz ausgelöst.

Die Feuerwehr stoppte zunächst den weiteren Austritt von Kraftstoff sowie Hydrauliköl. Noch in der Nacht wurden die Tanks des Lasters leergepumpt.
Die Feuerwehr stoppte zunächst den weiteren Austritt von Kraftstoff sowie Hydrauliköl. Noch in der Nacht wurden die Tanks des Lasters leergepumpt.  © Feuerwehr Ratingen

Der Lastwagen stürzte nach Angaben der Einsatzkräfte einen Hang hinab auf einem Waldweg in der Nähe der Bahnlinie S6 und blieb in einem Bach liegen. Frühestens am Donnerstagvormittag wird der Einsatz im Kreis Mettmann beendet sein.

Der Fahrer des Lasters wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Neben den engen Zufahrtswegen und der einsetzenden Dunkelheit bereitete den Einsatzkräften auch der Austritt von Kraftstoff und Hydrauliköl des Lastenkrans Mühe.

Die Feuerwehr stoppte den weiteren Austritt und pumpte die Tanks des Fahrzeugs leer, damit nicht noch weitere umweltschädliche Stoffe austreten konnten.

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Laut Feuerwehr kann mit der Bergung des Lastwagens erst am Donnerstag bei Tageslicht begonnen werden, da die absehbar komplexen Bergungsarbeiten in der Nähe von Bahngleisen stattfinden müssen.

Der Lastwagen stürzte nach Angaben der Einsatzkräfte einen Hang hinab auf einen Waldweg in der Nähe der Bahnlinie S6 und blieb in einem Bach liegen.
Der Lastwagen stürzte nach Angaben der Einsatzkräfte einen Hang hinab auf einen Waldweg in der Nähe der Bahnlinie S6 und blieb in einem Bach liegen.  © Feuerwehr Ratingen

Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde hinzugerufen, um mögliche Auswirkungen auf den Bahnbetrieb frühzeitig einschätzen zu können.

Update, 2. September, 13.39 Uhr: Bergung von abgestürztem Lkw beendet

Die Feuerwehr hat die komplizierte Bergung des verunglückten Lasters inzwischen beendet. Durch ein Fahrzeug eines Bergungsunternehmens und einen Holzkran wurde der in einen Bach gerutschte Lkw nach rund drei Stunden wieder aufgestellt, wie ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag sagte. "Das Problem war, dass es mitten im Wald war".

Der 52-jährige Fahrer hatte sich nach dem Unfall auf einem schmalen und mit Schotter ausgelegtem Waldweg selbst aus dem Lkw befreien können und rief die Rettungskräfte. Er war eigenen Angaben zufolge beim Rangieren in einer engen Kurve abgerutscht. Nachdem der Holzkran die Baumstämme des Sattelzugs abgeladen hatte, konnte das Bergungsfahrzeug den Lkw wieder aufrichten.

Die Kraftstoffanlage des Lkw wurde laut Angaben des Sprechers nicht beschädigt. Auch der Bahnverkehr wurde letztlich nicht beeinträchtigt. Die Polizei schätzte den Schaden am Donnerstag auf rund 85.000 Euro.

Titelfoto: Feuerwehr Ratingen (Bildmontage)

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