Angriff auf Polizisten in Köln: Verstärkte Streifen angekündigt

Köln - Nach der schweren Attacke auf einen Kölner Polizisten in Köln-Bocklemünd fahrten die Beamten jetzt einen harten Kurs.

Eine Streife der Kölner Polizei auf der Schildergasse.
Eine Streife der Kölner Polizei auf der Schildergasse.  © Oliver Berg/dpa

Der Schutz der Polizisten im Einsatz stehe an vorderster Stelle. Die Gewalt gegen Polizisten sei nicht akzeptabel, teilte Direktionsleiter Martin Lotz mit.

"Es macht mich betroffen, dass wieder einmal einer meiner Kollegen durch sinnlose Gewalt dienstunfähig geworden ist und wegen eines komplizierten Daumenbruchs operiert werden muss", teilte er mit.

Hintergrund ist ein Einsatz der Polizei in Köln-Bocklemünd am Görlinger Zentrum. Bei einer Fahrzeugkontrolle war ein Beifahrer ausgerastet und hatte einen Polizisten krankenhausreif geschlagen.

Im Anschluss sorgten rund 150 Menschen am Tatort für eine aggressive Haltung gegen die Polizei, hieß es.

Dazu teilte Lotz mit: "Grenzwertig und für uns wichtig ist aber auch das Verhalten von Passanten und Anwohnern gegenüber den einschreitenden Beamten. Mit derartigem "Unterstützungsverhalten" wird unser Gegenüber stark und die Arbeit der Beamten erschwert."

Bereitschaftspolizei in Köln

"Respektlosigkeit, Widerstand und massive Bedrohung durch große Menschengruppen" sei leider immer wieder festzustellen. Doch die Kölner Polizei hat eine härtere Gangart angekündigt.

"Von Gruppen ausgehende Aggressionen bekommen wir dort in den Griff, wo wir früh, niederschwellig, konsequent und mit starken Kräften einschreiten", so der Direktionsleiter.

Deshalb sollen ab sofort trotz der noch andauernden Pandemie-Beschränkungen Einheiten der Bereitschaftspolizei eingesetzt werden.

Auch auf den Kölner Ringen sollen die Streifen der Polizei wieder hochgefahren werden, da dort die Einsätze wieder zugenommen hätten.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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