CSD in Köln gestartet: "Sichtbarkeit ist eine der stärksten Waffen, die wir besitzen"

Köln - Mit mehreren Tausend Teilnehmern und Teilnehmerinnen ist das Christopher-Street-Day-Wochenende in Köln gestartet. "Dass das hier trotz Corona möglich ist, ist einfach großartig", sagte der stellvertretende Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Joachim Stamp (51, FDP), am Freitagabend auf der Bühne im "CSD-Veedel".

Joachim Stamp (51, FDP), stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprach bei der Eröffnung des Christopher Street Day in Köln.
Joachim Stamp (51, FDP), stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprach bei der Eröffnung des Christopher Street Day in Köln.  © Oliver Berg/dpa

Stamp dankte den vielen Ehrenamtlichen, die das Veedel und die Parade in Köln am Sonntag trotz der Corona-Pandemie ermöglichten.

Die Pandemie habe den Menschen viel abverlangt, sagte Stamp.

Umso schöner sei es, wieder unter Menschen zu sein. Nach Schätzungen des Veranstalters kamen trotz Regenwetters etwa 4000 bis 5000 Menschen zur Eröffnung.

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"Sichtbarkeit ist eine der stärksten Waffen, die wir besitzen", sagte Jens Pielhau vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentages bei der Eröffnungsfeier.

Deshalb sei es so wichtig, diese nun wieder herzustellen. "Wir sind auch für diejenigen hier, denen die Möglichkeit der Sichtbarkeit genommen worden ist."

Das CSD-Veedel vereine ein buntes Fest mit ausgefallenen Bühnenauftritten, engagierten Reden und emotionalen Momenten, hieß es vom Veranstalter.

Wer hinein möchte, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Am Ein- und Ausgang, in den Toiletten und in anderen Bereichen, in denen kein Abstand gehalten werden kann, gilt laut Veranstalter die Maskenpflicht.

Kölner CSD mit großer Demo am Sonntag

Der ColognePride startet unter dem Motto "CSD-Veedel".
Der ColognePride startet unter dem Motto "CSD-Veedel".  © Oliver Berg/dpa

Am Sonntag wird das CSD-Wochenende dann mit einer großen Demonstration beendet.

Die Parade 2019 hatte nach Veranstalter-Angaben 1,2 Millionen Besucher angezogen.

Im vergangenen Jahr gab es wegen der Corona-Pandemie nur eine Fahrraddemo. Dieses Jahr werden bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet.

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Mit dem Christopher Street Day (CSD) - international oft Pride (engl. für Stolz) genannt - wird vielerorts an Ereignisse im Jahr 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen mehrtägigen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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