Kölner Dreigestirn will nächste Session wieder Menschen in den Arm nehmen

Köln - Das Kölner Dreigestirn will in der nächsten Karnevalssaison wieder Menschen in den Arm nehmen.

In der nächsten Karnevalssaison will das Kölner Dreigestirn wieder Menschen in den Arm nehmen. Sie wollen ein Dreigestirn zum Anfassen sein.
In der nächsten Karnevalssaison will das Kölner Dreigestirn wieder Menschen in den Arm nehmen. Sie wollen ein Dreigestirn zum Anfassen sein.  © Marius Becker/dpa

Jungfrau Gerdemie, dargestellt von Björn Braun, sagte am Dienstag, eine Situation aus den vergangenen Wochen in einem Seniorenheim habe sich ihr geradezu eingebrannt.

"Da saß eine ältere Dame im Rollstuhl, die zu mir sagte: 'Es ist so schön, dass ihr da seid. Ich vermisse den Karneval so sehr. Darf ich Ihre Hand drücken?' Ich wünsche mir für die nächste Session, dass ich in diesem Moment nicht darüber nachdenken muss, ob das jetzt mit den Corona-Regeln in Einklang zu bringen ist und ob ich der Dame sagen muss: 'Nee, tut mir leid, das geht nicht.'"

Zusammen mit dem Prinzen und dem Bauern wolle sie wieder ein "Dreigestirn zum Anfassen" sein, sagte die Jungfrau, die traditionell von einem Mann verkörpert wird.

Das Dreigestirn wird erstmals in der 200-jährigen Geschichte des Kölner Verbandskarnevals zwei Jahre lang im Amt bleiben. Dieses Jahr waren wegen der Corona-Pandemie die meisten Veranstaltungen wie Sitzungen und Karnevalszüge ausgefallen.

Durch die wenigen direkten Begegnungen, die überwiegend sozialen Charakter gehabt hätten, sei jedoch deutlich geworden, dass Karneval "mehr ist als Prunk und Glanz", sagte Prinz Sven I. Präsident.

Christoph Kuckelkorn sagte, der Karneval habe durch die Entbehrungen der Pandemie an Tiefe gewonnen, was hoffentlich für die Zukunft bewahrt werden könne.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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