Rosenmontag in Köln: Leere Straßen, bis auf einen Düsseldorfer Wagen!

Köln - Einen Rosenmontag ohne Karnevalswagen hat es in Köln seit 30 Jahren nicht mehr gegeben. Doch wegen der Corona-Pandemie ist der größte deutsche Karnevalszug in diesem Jahr abgesagt worden.

Köln: Mit diesem Karnevalswagen demonstrierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Rosenmontag vor dem Dom gegen die Klimapolitik von Armin Laschet (59, CDU).
Köln: Mit diesem Karnevalswagen demonstrierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Rosenmontag vor dem Dom gegen die Klimapolitik von Armin Laschet (59, CDU).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Einen Karnevalswagen gab es allerdings doch - direkt neben dem Kölner Dom und verwirrenderweise erbaut von dem Düsseldorfer Spezialisten Jacques Tilly.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace demonstrierte damit gegen die Klimapolitik des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (59, CDU).

Der Wagen zeigt Laschet mit Narrenkappe, wie er mit einem riesigen Braunkohlebagger die Kirche von Keyenberg zum Einsturz bringt. Das Dorf Keyenberg soll dem Tagebau weichen.

"Es kann nicht sein, dass mitten in der Klimakrise immer noch riesige Mengen Braunkohle abgebaut werden und sogar ganze Dörfer mit Kirchen, Schulen und fruchtbaren Äckern geopfert werden", sagte Bastian Neuwirth von Greenpeace.

Greenpeace protestierte am Rosenmontag mit dem Karnevalswagen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly gegen die Klimapolitik der NRW-Landesregierung.
Greenpeace protestierte am Rosenmontag mit dem Karnevalswagen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly gegen die Klimapolitik der NRW-Landesregierung.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Wir finden, Köln ist genau der richtige Ort für diesen Wagen, weil wir hier vor dem Dom die Problematik zeigen können, dass für Braunkohle immer noch Kirchen abgerissen werden."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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