Kurioses Geschenk: Kriegt Düsseldorf bald ein schwimmendes Museum?

Düsseldorf/Mannheim – Das Mannheimer Technoseum möchte einen sanierungsbedürftigen Schaufelraddampfer nach Düsseldorf abgeben. Das Schiffahrtsmuseum bekundet Interesse.

Das Museumsschiff „Mannheim“, ein Raddampfer aus dem Jahr 1929.
Das Museumsschiff „Mannheim“, ein Raddampfer aus dem Jahr 1929.  © Uwe Anspach/dpa

Das Museum für Technik und Arbeit sieht sich wegen Kosten von bis zu vier Millionen Euro zuzüglich hoher Unterhaltskosten nicht in der Lage, den Raddampfer zu halten.

Das ehemalige Ausflugsschiff stammt aus dem Jahr 1929 hat wegen Altersmängeln keine Betriebsgenehmigung mehr.

Interesse an dem Raddampfer hat das Schifffahrtsmuseum Düsseldorf. Dort wäre es als schwimmendes Museum zwar willkommen. Aber auch dort besteht die Sorge, dass der Schiffsveteran hohe Summen verschlingen könnte.

"Eine Entwicklung wie bei der Gorch Fock wollen wir hier nicht haben", sagt der Mannheimer Museumschef Hartwig Lüdtke mit Blick auf die Kostenexplosion bei der Sanierung des Segelschulschiffs der Deutschen Marine.

Eine Aktionsgemeinschaft aus Bürgern und lokalen Vereinen will den Dampfer für Mannheim eigentlich sichern.

Der Raddampfer liegt derzeit in Mannheim im Neckar unterhalb der Kurpfalzbrücke.
Der Raddampfer liegt derzeit in Mannheim im Neckar unterhalb der Kurpfalzbrücke.  © Uwe Anspach/dpa

Derzeit dümpelt das Wasserfahrzeug nur noch aus Kulanz der Stadt unter der Kurpfalzbrücke vor sich hin. Bis nächstes Frühjahr muss nach Worten von Museumschef Lüdtke eine Lösung gefunden werden.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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