Lambertz gewinnt mit Lebkuchen, Printen und Dresdener Stollen auch in der Corona-Krise

Aachen - Mit seinem Angebot an Lebkuchen, Printen und Dresdener Stollen kommt der Gebäckhersteller Lambertz bisher gut durch die Corona-Krise.

Qualitäskontrolle bei Lambertz in der Printen-Fertigung.
Qualitäskontrolle bei Lambertz in der Printen-Fertigung.  © picture alliance / dpa

"Was die Herbst- und Weihnachtssaison 2020 und auch weitergehend 2021 betrifft, sind wir sicherlich nicht euphorisch, aber durchaus vorsichtig optimistisch, das Umsatzniveau halten zu können", sagte Lambertz-Eigentümer Hermann Bühlbecker (70) am Mittwoch.

Im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019/20 steigerte das Familienunternehmen seinen Netto-Umsatz trotz Pandemie um 1,8 Prozent auf 637 Millionen Euro. 

In der Corona-Krise seien für das Unternehmen zwar durchaus wichtige Vertriebswege - wie der Süßwarenfachhandel oder die Shoppingzonen der Flughäfen - eingebrochen oder ganz entfallen, berichtete der Unternehmer. 

Diese Rückgänge hätten aber durch die Zuwächse in anderen Handelskanälen kompensiert werden können.

Lambertz nennt keine Zahlen zum Gewinn

Lambertz-Eigentümer Hermann Bühlbecker (70) im Fokus.
Lambertz-Eigentümer Hermann Bühlbecker (70) im Fokus.  © Henning Kaiser/dpa

So sei dank des Wunsches nach Bevorratung und dank des verbreiteten Homeoffice eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Bio-Gebäck zu beobachten. 

Hier habe das Unternehmen die Produktionskapazitäten sogar erhöhen müssen. Lambertz habe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der coronabedingten Aufwendungen für zusätzliche Hygienemaßnahmen schwarze Zahlen geschrieben und werde dies aller Voraussicht nach auch im laufenden Geschäftsjahr tun, betonte der Unternehmer. 

Genaue Zahlen zum Gewinn nannte er nicht.

Eine leichten Rückschlag musste der Gebäckhersteller im Auslandsgeschäft hinnehmen. Hauptursache dafür seien die ersten Auswirkungen der US-Strafzölle auf deutsches Süßgebäck. 

"Mittel- und langfristig können für uns die Umsatzverluste auf diesem Markt gravierend sein, da eben nicht absehbar ist, ob die US-Verbraucher notwendige Preiserhöhungen überhaupt akzeptieren und angesichts der aktuell äußerst schlechten Wirtschafts- und Beschäftigungslage überhaupt verkraften können", meinte Bühlbecker. 

Generell stelle sich die Frage, wieso deutsche Gebäckunternehmen und Mittelständler EU-Subventionen für Flugzeugbau-Konzerne ausbaden müssten.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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