11.11. in Köln: Wie hat sich der Tag auf die Inzidenz der Stadt ausgewirkt?

Köln – Wie sehr hat sich der 11.11. in Köln auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt? Das hat das Gesundheitsamt der Stadt nun zwei Wochen nach dem Karnevalsauftakt analysiert.

Die Zülpicher Straße am 11.11.: Im Herzen von Köln feierten Tausende Menschen dicht an dicht.
Die Zülpicher Straße am 11.11.: Im Herzen von Köln feierten Tausende Menschen dicht an dicht.  © Thomas Banneyer/dpa

Laut den Bildern, die in den Tagen nach dem großen Sessions-Auftakt durch die Medien gingen, gehen vermutlich viele davon aus, dass die Corona-Zahlen in der Domstadt unweigerlich in die Höhe schießen müssen. Insbesondere die Menschenansammlungen auf der Zülpicher Straße lösten in weiten Teilen Deutschlands Entsetzen und Unverständnis aus. Doch wie verhalten sich die Zahlen in Köln aktuell?

Um diese Frage beantworten zu können, verglich das Kölner Gesundheitsamt die eigenen Zahlen und Inzidenzverläufe mit denen anderer, vergleichbarer Städte.

"Wir konnten keinen sprunghaften und statistisch signifikanten Anstieg der Inzidenz in den Tagen und Wochen seit dem 11.11. feststellen, sondern eher eine gleichmäßige Fortsetzung des schon zuvor vorhandenen kontinuierlichen Anstiegs", resümierte Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Wohnen der Stadt Köln.

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Demnach lassen sich derzeit 426 positive Fälle auf den 11.11. zurückführen. Das Gesundheitsamt teilte mit, dass die Verläufe bei allen Erkrankten mild seien. Bislang musste eine Person im Krankenhaus behandelt werden.

Ansteckungen meist im Innenraum

Viele Feiern fanden allerdings auch in Innenräumen statt, wo sich laut Analyse des Gesundheitsamts mehr Menschen infizierten.
Viele Feiern fanden allerdings auch in Innenräumen statt, wo sich laut Analyse des Gesundheitsamts mehr Menschen infizierten.  © Thomas Banneyer/dpa

Es wird vermutet, dass sich die meisten Menschen bei kleinen Feiern im Innenraum oder in Gaststätten angesteckt haben. Eigenen Angaben zufolge hat sich von den 426 positiven Fällen 80 Prozent hauptsächlich in Innenräumen aufgehalten. Zwölf Prozent habe ausschließlich draußen gefeiert.

"Wir alle haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, die Feierlichkeiten trotz der anziehenden Infektionsdynamik zu ermöglichen. Auch im Nachhinein waren wir uns im Krisenstab und auch im Austausch mit Ratsmitgliedern im Hauptausschuss einig, dass die Entscheidung richtig war", so Rau.

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) äußerte sich: "Jedes noch so gute Sicherheitskonzept wird uns keine absolute Sicherheit bringen. Deswegen ist es unerlässlich, auch mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit, dass wir alle gemeinsam weiter wachsam sind und uns an die Regeln halten. Allen, die sich noch immer nicht haben impfen lassen, rufe ich auf: mache Sie von den zahlreichen Angeboten Gebrauch und lassen sich impfen. Nur die Impfung ist der Weg aus der Pandemie."

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Die Hospitalisierungsinzidenz liegt in Köln aktuell bei 2,49, in NRW bei 4,21.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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