Stattliches "Urlaubsgeld": Kardinal Woelki erhält während der Auszeit 13.800 Euro im Monat

Köln - Die Auszeit vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (65) hat für ihn keine finanziellen Auswirkungen. Woelki erhält weiterhin sein volles Gehalt.

Kardinal Rainer Maria Woelki (65) nimmt sich eine Auszeit und erhält weiterhin sein volles Gehalt.
Kardinal Rainer Maria Woelki (65) nimmt sich eine Auszeit und erhält weiterhin sein volles Gehalt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Eine geistliche Auszeit ist kein Urlaub", teilte das Erzbistum Köln am Mittwoch auf Anfrage mit. "Der Erzbischof ist weiterhin im Amt."

Somit erhalte er während seiner bis Anfang März dauernden Auszeit seine vollen Bezüge nach der Beamtenbesoldungsgruppe B10, was dem Gehalt eines Oberbürgermeisters entspreche.

Immerhin: "Einen erheblichen Teil davon" wolle Woelki für Missbrauchsopfer spenden.

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Woelki hatte angekündigt, dass er zunächst für 30 Tage in Exerzitien - geistliche Besinnung - gehen werde. Danach wolle er sich in "benachbarten Kirchen, vielleicht in denen der Niederlande, über deren Wege der Seelsorge informieren", hatte er in einem Beitrag für das Domradio gesagt.

Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser vertritt Kardinal Rainer Maria Woelki

Das Erzbistum befindet sich in einer Krise, seit Woelki vor einem Jahr entschieden hatte, ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen vorerst nicht zu veröffentlichen. Papst Franziskus hatte die Situation im Erzbistum daraufhin von zwei Bevollmächtigten untersuchen lassen. Die Folge: Ein Konflikt, der unter anderem zu einer Welle von Kirchenaustritten führte.

Im September entschied der Papst, dass Woelki trotz "großer Fehler" im Amt bleiben darf. Er entsprach jedoch Woelkis Bitte um eine Auszeit. Am Dienstag übernahm der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser als Apostolischer Administrator die Amtsgeschäfte und wird sie bis zu Woelkis Rückkehr führen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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