3G-Regel in Bussen und Bahnen: So kontrolliert die KVB in Köln

Köln – Nachdem Nordrhein-Westfalen die Coronaschutzverordnung angepasst hat und seit dem heutigen Mittwoch strengere Regeln gelten, müssen auch die Maßnahmen im ÖPNV verschärft werden: So reagieren die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) auf die nun geltende 3G-Regel.

Für die KVB stellen die neuen Regelungen eine große Herausforderung dar. Die Mitarbeitenden setzen auf eine gute Kooperationsbereitschaft der Reisenden. (Symbolbild)
Für die KVB stellen die neuen Regelungen eine große Herausforderung dar. Die Mitarbeitenden setzen auf eine gute Kooperationsbereitschaft der Reisenden. (Symbolbild)  © 123RF/thomasstockhausen

Ihren negativen Test, Genesenen- oder Impfnachweis sollten KVB-Reisende ab sofort immer zur Hand haben. Denn seit dem heutigen Mittwoch können sie stichprobenartig von der Schaffnerin oder dem Schaffner kontrolliert werden.

Sowohl im neuen Corona-Infektionsschutzgesetz als auch beim Bund-Länder-Treffen wurden strengere Corona-Regeln für Bus und Bahn beschlossen.

Wie die Kölner Verkehrs-Betriebe in einer Mitteilung schrieben, ist ein 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest ausreichend für eine Reise mit den Bahnen und Bussen des Unternehmens. Schülerinnen und Schüler sind von den neuen Maßnahmen ausgenommen.

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"Die neue Regelung stellt die KVB, wie alle anderen Verkehrsunternehmen auch, vor erhebliche Herausforderungen", teilte der Betrieb mit.

Täglich reisen tausende Kölnerinnen und Kölner sowie Touristinnen und Touristen mit den Bahnen und Bussen der KVB. Dass nicht jeder Fahrgast kontrolliert werden kann, versteht sich von selbst.

Vorgesehen ist daher eine Überprüfung der Nachweise im Rahmen der Ticketkontrolle. "Daneben sind gemeinsame Kontrollen mit dem städtischen Ordnungsamt geplant", hieß es.

KVB fasst Regeln für Reisende zusammen

KVB vermutet: Aggressionspotential könnte zunehmen

Die Mitarbeitenden der KVB werden die Fahrgäste stichprobenartig kontrollieren. (Symbolbild)
Die Mitarbeitenden der KVB werden die Fahrgäste stichprobenartig kontrollieren. (Symbolbild)  © 123rf/claudiodivizia

Zudem müsse man in den kommenden Wochen in Erfahrung bringen, "wie die neue Regelung praktikabel umgesetzt werden kann".

Denn die neue Maßnahme hat auch eine Kehrseite: Die Kontrolleurinnen und Kontrolleure fürchten ein gesteigertes Aggressionspotential. Das habe man bereits bei der Kontrolle der Maskenpflicht erfahren, weshalb man sich nun vorstellen könne, dass die 3G-Kontrollen ebenfalls zu Übergriffen führen könnten, so das Unternehmen.

Aktuell stellt ein Verstoß gegen die 3G-Regel zwar eine Ordnungswidrigkeit dar, ein Bußgeld können Mitarbeitende der KVB aber nicht ausstellen. Nur eine staatliche Behörde könne dies tun, teilte ein Sprecher mit: "Die einzige Sanktionsmöglichkeit für Mitarbeitende der KVB ist die, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Fahrgäste, die gegen die 3G-Regel oder andere Bestimmungen verstoßen, aus Bus oder Bahn zu weisen."

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Neben der Kontrolle der Maskenpflicht hat die KVB in den vergangenen Monaten einige Maßnahmen ergriffen, um den Gesundheitsschutz der Fahrgäste zu gewährleisten.

Nachts werden Stangen, Griffe und Knöpfe desinfiziert, die Türen öffnen sich automatisch und bleiben an den Endhaltestellen länger geöffnet, um die Bahnen besser durchlüften zu können.

Titelfoto: 123RF/thomasstockhausen

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