Kniffelige Bergung: Taucher fischen nur wenige E-Scooter aus dem Rhein in Köln

Köln - Nach wochenlanger Diskussion um E-Scooter im Rhein in Köln wollen die Verleihfirmen am Montag die ersten Roller bergen.

Ein E-Scooter liegt im Wasser am Ufer des Rheins in Köln. Ab diesem Montag sollen sie geborgen werden.
Ein E-Scooter liegt im Wasser am Ufer des Rheins in Köln. Ab diesem Montag sollen sie geborgen werden.  © TAG24/Brüggemann

Spezialtaucher sollen im Rheinauhafen die E-Scooter aus dem Wasser holen, ein Autokran soll diese dann an Land heben, wie die Plattform Shared Mobility (PSM), ein Zusammenschluss der Verleiher, mitteilte.

Eine Untersuchung mit einem Sonarboot vor vier Wochen habe 105 Orte im Rhein ergeben, an denen E-Scooter liegen könnten, sagte Sebastian Schlebusch, Sprecher der Arbeitsgruppe Mikromobilität bei PSM.

Der Rheinauhafen sei ein Schwerpunktgebiet, dort seien an etwa 60 Stellen mögliche Scooter identifiziert worden.

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In anderen Bereichen des Rheins liegen die Scooter laut Schlebusch teilweise auch in der Fahrrinne. "Da werden wir mit Spezialkranschiffen arbeiten müssen", sagte er.

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"Da ist die Verfügbarkeit immer noch nicht hundertprozentig geklärt." Die Kranschiffe seien zurzeit noch im Einsatz, unter anderem um Flutschäden zu beseitigen.

E-Scooter sorgen in Köln seit Wochen für Diskussion. Vor wenigen Tagen einigten sich die Anbieter mit der Stadt zunächst auf einen Maßnahmenkatalog, der unter anderem eine Begrenzung der Flottengröße und Parkverbotsflächen enthält.

Update, 6. September, 15.35 Uhr: Nur wenige Fahrzeuge geborgen - Fortsetzung am Dienstag

Bis zum Mittag hoben die Spezialtaucher gerade einmal zwei Roller aus dem Wasser, sagte Sebastian Schlebusch, Sprecher der Arbeitsgruppe Mikromobilität bei der Plattform Shared Mobility, ein Zusammenschluss der Verleihfirmen.

Von den 60 Fundstellen seien bis Mittag etwa 18 abgesucht worden. Neben den beiden E-Scootern fanden die Taucher dabei auch Eisenträger, einen Stuhl und Blechkisten, sagte Markus Hambüchen von der Bautaucher-Firma. Zwei Taucher seien im Wechsel mit einem Beiboot ins Wasser gegangen, um die Fundstellen abzutauchen.

Die Arbeit der Taucher sei nicht einfach: "Da ist tiefer Schlamm, da müssen sie sich durchwaten", sagte Schlebusch. "Die Taucher fühlen mit den Füßen im Schlamm", erklärte Hambüchen. "Der eine E-Scooter war so tief drin, den hat er nur mit den Zehenspitzen gefühlt."

Mit einem Kran wurden die E-Scooter dann an Land gehoben und von Mitarbeiterin der Firma Remondis auseinandergenommen. Wichtig sei dabei die feuersichere Aufbewahrung der Lithium-Ionen-Akkus der Scooter, sagte die Sprecherin von Remondis. Diese könnten sich schnell selbst entzünden.

Am Dienstag soll die Bergung im Rheinauhafen fortgesetzt werden. "Wir wollen dann alle 60 Fundstellen abgetaucht haben", sagte Schlebusch.

Titelfoto: TAG24/Brüggemann

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