"Arbeit nach Gefühl": Brauerei Päffgen in Köln kritisiert verwirrende Corona-Regeln

Köln/Düsseldorf/NRW - Die Corona-Fallzahlen in Köln steigen rasant, der Inzidenzwert in Köln stieg am Freitag auf 75,4 Infizierte pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Manche Brauhäuser wie das Päffgen öffnen auch trotz der strengen Regeln, haben ein klares Hygienekonzept. Doch die ständig wechselnden Regeln bringen den besten Köbbes ins Straucheln.

Manche Kölsch-Gläser in Köln werden schal, weil die Gäste fehlen. (Symbolbild)
Manche Kölsch-Gläser in Köln werden schal, weil die Gäste fehlen. (Symbolbild)  © Bjoern Wylezich /123RF

Ein Schritt vor, ein Schritt zurück, und dann doch wieder anders. So kommen sich die Verantwortlichen im Päffgen, der nach eigenen Angaben ältesten Hausbrauerei der Stadt, momentan vor.

"Wir wissen leider noch nicht, bis wann wir heute Abend öffnen dürfen. Innerhalb von 3 Tagen gab es jetzt 3 unterschiedliche Ansagen. Wir arbeiten nach Gefühl", schrieb das Team des Päffgen am Freitagmittag bei Facebook.

Das Hygienekonzept der Brauerei ist klar, wurde sogar noch strenger.

"Die Tische haben wir wieder verkleinert, es können nur noch maximal 5 Personen an einem Tisch sitzen. Selbstverständlich achten wir weiterhin auf die 1.50 Meter zwischen diesen Tischen", so die Brauhaus-Mitarbeiter.

Die Fenster seien immer geöffnet, die Abluft-Anlage sei stark, die Köbesse tragen Jacken.

Corona trifft Kölsche Brauhäuser

Die Brauhaus-Betreiber bleiben trotz Corona irgendwie optimistisch, wünschten ein schönes Wochenende. Seit der Gründung erlebte Kölns ältestes Brauhaus den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg, verschiedene Krisen. 

Jetzt durchlebt die Branche der Kölner Kölsch-Brauhäuser eine ihrer schwersten Zeiten. Die Absatzzahlen brechen ein, der Verkauf wird durch Sperrstunden und Abstände eingeschränkt, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Titelfoto: Bjoern Wylezich /123RF

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