Was ist bloß mit diesem Hund? Tierheim steht lange vor einem Rätsel

Köln – Hund Krötis Geschichte zerreißt Tierliebhabern förmlich das Herz: Anfang August verlor der im Tierheim Bergheim lebende Pitbull-Mix fast sein komplettes Fell. Niemand wusste so richtig, was dem Kleinen fehlte und er musste seitdem viele Untersuchungen über sich ergehen lassen.

Traurig und beinahe nackt blickte Kröti Anfang August in die Kamera. Was genau ihm fehlte, blieb lange ein Rätsel.
Traurig und beinahe nackt blickte Kröti Anfang August in die Kamera. Was genau ihm fehlte, blieb lange ein Rätsel.  © Montage: Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

Lange musste die Kaltschnauze auf die Ergebnisse der vielen Tests warten, die an ihm durchgeführt wurden. Der Verdacht eines "Cushing Syndroms" stand Anfang August nämlich im Raum. Dabei schüttet der Körper vermehrt Kortisol aus, wodurch es bei Hunden zu Gewichts- und Fellverlust kommen kann.

Zwei Spezialisten widmeten sich dem traurig dreinblickenden Hund bereits, der sich in den letzten Wochen einigen Langzeitstudien unterziehen musste. "Was ein Mist. Kein Zuhause finden und dann auch noch krank werden ist echt nicht fair. Armer Bub", schrieb das Tierheim damals zu Krötis Foto.

Ende August gab es dann endlich eine Diagnose für den Vierbeiner: Neben einer Schilddrüsenerkrankung stellten die Spezialisten fest, dass er unter Sarcoptes-Milben leide. Die machten sich an seiner Haut und seinem Fell zu schaffen.

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"Er wird nun gebadet und bekommt Medikamente - und alles schlägt sehr gut an", gab das Tierheim Entwarnung in einem Update bei Instagram.

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Nach etwa 20 Tagen wissen die Mitarbeiter im Tierheim nun, mit welcher Krankheit Kröti sich infiziert hat: Sarcoptes-Milben.
Nach etwa 20 Tagen wissen die Mitarbeiter im Tierheim nun, mit welcher Krankheit Kröti sich infiziert hat: Sarcoptes-Milben.  © Montage: Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

Kröti mache Fortschritte und sein Fell wachse langsam wieder nach. Noch habe der Rüde die juckende Krankheit nicht überstanden, eine Besserung sei allerdings in Sicht.

Man kann nur hoffen, dass der haarlose Vierbeiner eine rosigere Zukunft vor sich hat. Wie die Mitarbeiter des Tierheims mitteilten, sind Krötis Krankheiten nicht die einzigen Rückschläge, die er hinnehmen musste.

In den ersten sieben Jahre seines Lebens wurde das 2006 geborene Männchen zur Sicherstellung in eine Pension gegeben, da er jemanden gebissen hatte. Dort war Gassi gehen jedoch eine Fehlanzeige und Kröti führte ein eintöniges Leben.

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"Glücklicherweise hat er bei uns nette ehrenamtliche Zweibeiner, die mit ihm täglich die Gegend unsicher machen", beschrieb das Tierheim Krötis aktuelles Leben.

Eine eigene Familie, bei der Leckerli-Liebhaber Kröti seinen Lebensabend verbringen könne, wäre allerdings ein "ein Traum", so das Tierheim.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

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