Falschparker wird kurzerhand selbst zugestellt: Kölner Brauhaus reagiert mit kreativer Lösung

Köln – "Wat wellste maache!" So lautet die siebte Regel des traditionellen Kölschen Grundgesetzes. Man sollte sich seinem Schicksal fügen, finden die Kölner. Der Regel kam ein Wirt nach und löste ein kleines Problem auf kreative Art.

Nachmittags wird im "Em Kölsche Boor" kräftig Bier ausgeschenkt. Am vergangenen Donnerstag stand kurzerhand auch ein Auto zwischen den Gästen. (Archivbild)
Nachmittags wird im "Em Kölsche Boor" kräftig Bier ausgeschenkt. Am vergangenen Donnerstag stand kurzerhand auch ein Auto zwischen den Gästen. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Das kuriose Bild entstand vor dem Traditions-Brauhaus "Em Kölsche Boor" am Eigelstein in der Kölner Altstadt am vergangenen Donnerstag.

Ein Falschparker hatte sich direkt vor den Ausgang des Brauhauses gestellt, war verschwunden und versperrte somit die komplette Außengastronomie.

Das Brauhaus öffnet mittags jedoch und Gäste freuen sich auf eine deftige Mahlzeit oder ein Kölsch.

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Als die Mitarbeiter also die Außenterrasse aufbauen wollten, mussten sie sich kurzerhand etwas ausdenken.

Tino Fastabend, Bereichsleiter Gastronomie der Brauerei zur Malzmühle Schwartz, sagte dem Kölner Stadtanzeiger: "Abschleppen wollten wir nicht, das machen wir wirklich nur im Notfall. Wir sind eher Fans der kölschen Lösung."

Brauhaus baut Stühle um das Auto herum auf

Also trommelte Fastabend die Mitarbeiter zusammen und die bauten Tische und Stühle um das Auto herum auf.

Der Falschparker sei gegen 17 Uhr zu seinem Auto zurückgekehrt und hätte nicht schlecht gestaunt. Offenbar kam er nicht aus Köln. Ihm sei deswegen nicht bewusst gewesen, dass er gar nicht in der Fußgängerzone hätte parken dürfen.

Glücklicherweise seien die Plätze laut Fastabend nicht vollständig besetzt gewesen und das Auto konnte schnell wegfahren. "Er hat auch noch ein Bierchen bei uns getrunken", so Fastabend zum Kölner Stadtanzeiger.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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