Übeltäter Corona-Pandemie: Kölner Tourismusbranche leidet erheblich, eine Sache fällt auf

Köln – Wie zu erwarten, hat die Tourismusbranche in Köln unter den vergangenen (fast) zwei Jahren gelitten. Neu veröffentlichte Zahlen zeigen nun die traurige Entwicklung.

Der Tourismus kam in Köln im vergangenen Jahr komplett zum Erliegen. Insbesondere der Geschäftstourismus fiel ins Gewicht.
Der Tourismus kam in Köln im vergangenen Jahr komplett zum Erliegen. Insbesondere der Geschäftstourismus fiel ins Gewicht.  © Oliver Berg/dpa

Untersucht wurden die Touristenströme der vergangenen zehn Jahre in der Domstadt.

Wie vermutlich auf der gesamten Welt kam auch der Tourismus in Köln im Jahr 2020 zeitweise komplett zum Stillstand, hieß es in dem Bericht, den die Stadt Köln veröffentlichte.

Insbesondere der Ausfall des Messe- und Kongressgeschäfts schlug enorm zu Buche. Für Köln ist der Geschäftstourismus von großer Bedeutung – 2020 fiel er nahezu vollständig weg.

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Wo die Gäste-Ankünfte in den vergangenen Jahren stetig anstiegen, nahmen sie im Corona-Jahr 2020 rapide ab. Jährlich kamen etwa 6,6 Millionen Übernachtungsgäste in die Domstadt. 2020 waren es gerade einmal 2,56 Millionen.

"Der deutliche Rückgang der Gäste und Übernachtungen in Köln im Jahr 2020 korrespondiert mit der Arbeitsplatzentwicklung im Kölner Beherbergungsgewerbe", heißt es weiter.

Auffällig: Die Beschäftigtenzahl rutschte sogar unter das Niveau des Jahres 2010. Seit 2010 war sie konstant angestiegen. Im gesamten Gastgewerbe gingen von Ende 2019 bis Ende 2020 rund 3.300 Arbeitsplätze verloren.

Beschäftigungsrückgänge in Kneipen, Cafés und Restaurants

Beschäftigte im Gastgewerbe kündigten oder wurden gekündigt. In den Zahlen ist das nun zu erkennen.
Beschäftigte im Gastgewerbe kündigten oder wurden gekündigt. In den Zahlen ist das nun zu erkennen.  © Henning Kaiser/dpa

Wie die Stadt Köln mitteilte, macht der Teil der Beschäftigten in der Gastronomie den größten Teil im Gastgewerbe aus. Demnach arbeiten rund 75 Prozent der im Gastgewerbe beschäftigten Personen in der Gastronomie.

"Die bereits langjährig anhaltenden Beschäftigungsrückgänge in Kneipen, Cafés sowie Diskotheken und Tanzlokalen haben sich durch die Corona-Pandemie verschärft", steht in dem Bericht.

Viele Kneipen, Cafés und Restaurants in Köln suchen aktuell händeringend nach Personal.

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Dementsprechend dürften die Zahlen keine gute Entwicklung für die Branche bedeuten.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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