Unterwasserdrohne soll E-Scooter im Rhein in Köln ausfindig machen

Köln. - Eine Unterwasserdrohne soll in Köln in den Rhein geworfene E-Scooter aufspüren. Befürchtet wird, dass die E-Scooter durch beschädigte Akkus die Wasserqualität belasten könnten.

E-Scooter und Leihfahrräder werden regelmäßig sehr schlecht behandelt. Manche davon landen in einem Haufen auf der Straße, andere landen eben im Rhein.
E-Scooter und Leihfahrräder werden regelmäßig sehr schlecht behandelt. Manche davon landen in einem Haufen auf der Straße, andere landen eben im Rhein.  © Oliver Berg/dpa

Bislang lägen aber keine dementsprechenden Hinweise vor, teilte die Bezirksregierung Köln am Freitag mit.

Nach Informationen der E-Scooter-Betreiber solle jetzt mithilfe einer Unterwasserdrohne die Zahl der im Rhein liegenden E-Scooter abgeschätzt und diese anschließend von Bautauchern geborgen werden.

Die Kosten übernähmen die Betreiber, so die Bezirksregierung.

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Geplant sei die Untersuchung zunächst im Bereich der zentral gelegenen Hohenzollernbrücke, der Deutzer Brücke und beim Schokoladenmuseum.

Weitere Untersuchungen im Bereich der anderen innerstädtischen Brücken sowie der Promenaden von Köln und Bonn seien erforderlich und würden noch mit dem Verband der E-Scooter abgestimmt.

Kölns OB Henriette Reker über E-Scooter-Probleme

Normalerweise gehören die E-Scooter auf die Straße und nicht in einen Fluss.
Normalerweise gehören die E-Scooter auf die Straße und nicht in einen Fluss.  © Axel Heimken/dpa

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) teilte am Donnerstag bereits ihre Sicht der Dinge zum Thema E-Scooter mit.

"E-Scooter polarisieren", so Reker. "Für die Einen sind sie eine Bereicherung für die eigene Fortbewegung in der Metropole und Teil von moderner Mobilität, für Andere einfach nur ein Ärgernis. Ich halte es für normal, dass sich ein neues Verkehrsmittel erstmal in der Stadt etablieren, seine Rolle finden muss. Bisher haben wir als Stadt bei Problemen immer Lösungen gemeinsam mit den Anbietern gefunden."

Doch bei 500 E-Scootern im Kölner Rhein höre für sie jedes Verständnis auf.

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"Ich fordere von den Betreibern, dass sie proaktiv und auf eigene Rechnung für die Bergung der Scooter sorgen. Ich habe heute dazu eine Zusage vom Bundesverband der SharingUnternehmen bekommen. Klar ist aber auch: Die E-Scooter werden nicht von den Betreibern in den Rhein geworfen oder auf dem Gehweg abgestellt. Für so ein Verhalten fehlen mir die Worte."

Damit richtete sie auch dringliche Worte an die Kölner, die die Gefährte achtlos in den Rhein werfen und damit ihre Stadt verschmutzen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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