Versuch startet: Deutzer Freiheit bald für ein Jahr autofrei

Köln – Was bis vor Kurzem lediglich auf dem Papier vermerkt war, wird nun schneller als gedacht in die Tat umgesetzt: Die Deutzer Freiheit auf der Schäl Sick in Köln wird im Rahmen eines Verkehrsversuchs ab dem 10. Juni eine autofreie Straße.

Von der Deutzer Freiheit aus hat man einen Blick auf die linksrheinische Seite Kölns. (Archivbild)
Von der Deutzer Freiheit aus hat man einen Blick auf die linksrheinische Seite Kölns. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Anwohnerinnen und Anwohner des Stadtteils hatten sich seit vielen Jahren für eine autofreie Zone eingesetzt und einen Bürgerantrag formuliert. Jetzt sichert man ihnen auch seitens der Politik und der Verwaltung Unterstützung zu.

Wie die Stadt in einem aktuellen Bericht mitteilt, werde man die Einkaufsstraße "in weiten Teilen" zu einer Fußgängerstraße umfunktionieren. Insgesamt zwölf Monate werde man testen, wie es sich auf der autofreien Straße lebt, arbeitet und einkauft.

Radfahrer dürfen die Straße weiterhin passieren, auch Lieferverkehr darf die Zone werktags von 6 bis 11 Uhr befahren.

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Um die angrenzenden Wohnviertel nicht unnötig auszugrenzen, dürfen Autofahrer die Deutzer Freiheit queren.

"Der Abschnitt zwischen Neuhöfferstraße und Graf-Geßler-Straße muss vom Verkehrsversuch ausgenommen werden, da Fahrzeuge aus der Neuhöfferstraße nur über die Deutzer Freiheit abfließen können", beschreibt es die Stadt weiter.

Zudem werde man die Fahrtrichtung der Einbahnstraße auf der Kasemattenstraße, zwischen Justinianstraße und dem Von-Sandt-Platz, drehen, um die Wege zu verkürzen.

Anhand einer Karte erklärt die Stadt den Anwohnerinnen und Anwohnern die neue Verkehrsführung.
Anhand einer Karte erklärt die Stadt den Anwohnerinnen und Anwohnern die neue Verkehrsführung.  © Stadt Köln

Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, werden "Stadt-Terrassen" installiert, die auch auf der ebenfalls kürzlich zur autofrei erklärten Ehrenstraße platziert wurden. In den kommenden Monaten werde der Verkehrsversuch laufend durch die Verwaltung evaluiert.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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