Wurst, Käse und ein Knöllchen: In Köln können Strafzettel im Supermarkt beglichen werden

Von Mona Wenisch

Köln - Einmal Nudeln, eine Packung Klopapier und einen Strafzettel, bitte: Wer in Köln ein Knöllchen fürs Falschparken bekommt, kann dieses mit dem Wocheneinkauf im Supermarkt bezahlen.

Eine Mitarbeiterin in einer Rewe-Filiale hält ein Blatt mit einem Barcode bereit. In Köln können Knöllchen seit einem Jahr auch in Geschäften bezahlt werden.
Eine Mitarbeiterin in einer Rewe-Filiale hält ein Blatt mit einem Barcode bereit. In Köln können Knöllchen seit einem Jahr auch in Geschäften bezahlt werden.  © Henning Kaiser/dpa

"Der Pilotbetrieb wird von allen Beteiligten als durchweg positiv bewertet", bilanzierte die Stadt Köln rund ein Jahr nach Start des Projekts.

Dennoch wurden in den Supermärkten nicht allzu viele Knöllchen über das Band gezogen: Seit dem 29. Juli 2020 sind nach Angaben der Stadt rund 8860 Strafzettel im Einzelhandel bezahlt worden - bei rund 565.000 Verstößen insgesamt. Das entspricht einer Quote von knapp 1,6 Prozent.

Wer falsch geparkt hat, bekommt in Köln seit einem Jahr einen Barcode zugestellt, wie man ihn etwa von Pfandbons kennt.

Beim Einkaufen kann man diesen an der Ladenkasse einscannen lassen und das sogenannte Verwarngeld bezahlen - eine Überweisung ist dann nicht mehr notwendig.

Deutschlandweit können die Knöllchen nach Angaben der Stadt in rund 12.000 Filialen beglichen werden.

Auch wenn den Service bisher nur wenige nutzen, soll das Projekt verlängert werden. Zurzeit werde das in der Verwaltung vorbereitet.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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