Zoff in Düsseldorf: E-Scooter-Anbieter wehren sich gegen Maßnahmen

Düsseldorf - Zoff in der Landeshauptstadt: Die Anbieter von E-Scootern haben die vom Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (51,CDU) angekündigten Maßnahmen kritisiert.

Die Zahl der 12.500 E-Scooter soll in Düsseldorf halbiert werden, wenn es nach Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) geht.
Die Zahl der 12.500 E-Scooter soll in Düsseldorf halbiert werden, wenn es nach Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) geht.  © Federico Gambarini/dpa

Zur Einordnung: Oberbürgermeister Keller hatte angekündigt, die Flotte der 12.500 E-Scooter in der Landeshauptstadt zu halbieren.

"Diese Scooter haben keinen verkehrspolitischen Nutzen, sind umweltpolitisch fragwürdig und ein Problem im öffentlichen Raum", begründete Keller seine Absichten.

In die andere Richtung argumentieren die E-Scooter-Anbieter: Die Einschränkungen trügen die Gefahr in sich, dass Düsseldorf mit einer autozentrierten Denke von gestern verkehrspolitisch abgehängt und die Verkehrswende in Düsseldorf blockiert werde.

Köln: Shoppen mit 2G-Regel: Lange Menschen-Schlangen vor Geschäften in Kölner City
Köln Shoppen mit 2G-Regel: Lange Menschen-Schlangen vor Geschäften in Kölner City

Hunderttausende Nutzer hätten in Düsseldorf Millionen Fahrten mit E-Scootern absolviert. Diese Form der Mikromobilität werde sehr gut angenommen. Die "junge Pflanze Mikromobilität" drohe in Düsseldorf durch ein "Paket überzogener Maßnahmen" erdrückt und verbannt zu werden. Die Bedürfnisse der Menschen zu ignorieren "halten wir für falsch", teilten die Anbieter am Freitag mit.

Oberbürgermeister Keller kündigte eine "Null-Toleranz-Politik" an: Die Sondernutzungsgebühr werde pro elektrisch betriebenen Tretroller von 20 auf 50 Euro im Jahr erhöht. Falsch abgestellte Scooter werde die Stadt einsammeln und den Betreibern dafür 100 Euro pro Gerät in Rechnung stellen. "Wir bräuchten eigentlich noch stärkere Instrumente - aber wir tun jetzt alles, was wir können, um dem Problem Herr zu werden", hatte Keller angekündigt.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema Köln Lokal: