Mann transportiert Kokain im Körper: Kölner Zoll spricht vom "neuen, traurigen Rekord"!

Köln - Am 26. November dieses Jahres kontrollierte der Kölner Zoll auf einem Rastplatz in Höhe Bad Honnef einen Reisebus. Ein Fahrgast fiel ihnen dabei besonders ins Auge. Wie sich herausstellte, bewiesen die Beamten dabei den richtigen Riecher.

In den sogenannten Bodypacks werden die Drogen gelagert.
In den sogenannten Bodypacks werden die Drogen gelagert.  © Zoll Köln

Wie der Zoll berichtet, fiel bei der Überprüfung aller Fahrgäste und deren Gepäck ein 39-jähriger Mann aus Nigeria auf.

Die Beamten kontrollierten den Mann etwas genauer. Da der 39-Jährige in der Folge widersprüchliche Angaben zu seiner mehrtätigen Reise, seinem nervösen Verhalten und dem auffallend geringen Gepäck machte, wurde an den Handinnenflächen ein Drogenwischtest durchgeführt.

Dieser reagierte positiv auf Kokain.

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"Die Röntgenaufnahme in einem nahegelegenen Krankenhaus bestätigte letztendlich den Verdacht. Der komplette Magen-Darm-Trakt des Mannes war voll mit Drogenpäckchen, sogenannten Bodypacks. Nach dem Ausscheiden der Drogen war klar, der Mann hatte 72 dieser Bodypacks, gefüllt mit jeweils knapp 14 Gramm Kokain, geschluckt", erklärt Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.

Dass diese Menge keinen Alltagsfund darstellt, verdeutlicht die weitere Aussage des Zoll-Pressesprechers: "Mehr als ein Kilogramm Kokain versteckt im Körper, ist für uns ein neuer trauriger Rekord. Denn das Risiko beim Körperschmuggel ist enorm. Wenn nur ein Päckchen im Körper aufgeht, ist das Leben des Mannes nicht mehr zu retten."

Das Röntgenbild des Körperschmugglers zeigt, dass sein Magen-Darm-Trakt mit vielen Drogenpäckchen gefüllt war.
Das Röntgenbild des Körperschmugglers zeigt, dass sein Magen-Darm-Trakt mit vielen Drogenpäckchen gefüllt war.  © Zoll Köln

Nach seiner Festnahme wurde der Mann an das Zollfahndungsamt Essen übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Zoll Köln

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