Jüdisches Museum: Historischer 3-Tonnen-Block in Kölner Altstadt verankert

Köln - Noch ist das künftige Jüdische Museum am Kölner Rathaus eine Großbaustelle. Doch die Restauratoren vor Ort konnten jetzt ein tonnenschweres Stück Geschichte vor Ort verankern.

Der Fundamentblock des Toraschreins an der zerstörten Kölner Synagoge wurde wieder im Erdreich verankert.
Der Fundamentblock des Toraschreins an der zerstörten Kölner Synagoge wurde wieder im Erdreich verankert.  © Stadt Köln

Der einst umgestürzte Fundamentblock des Toraschreins der zerstörten Synagoge wurde auf einem Betonsockel neu eingesetzt.

Das Element der ehemaligen Synagoge wiegt mit Sockel über drei Tonnen, teilte die Stadt Köln jetzt mit. Passgenau wurde es mit einem Kran In die unterirdische Baustelle eingelassen und wieder dorthin gebracht, wo der Fundamentstein des Toraschreins 2014 geborgen wurde.

Seit 2007 arbeiten Archäologen an der Freilegung und Restauration der historischen Zone im Kölner Zentrum.

Das künftige "MiQua"-Museum soll mit dem römischen Praetorium, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem Goldschmiedeviertel einige der bedeutendsten archäologischen Architekturfunde der Stadt Köln zeigen und in einem etwa 600 Meter langen unterirdischen Weg begehbar machen.

Museum verzögert sich bis mindestens 2024

Wie bei so vielen Kölner Großprojekten dauert der Bau deutlich länger als geplant und wird auch mehr Geld kosten.

Im März 2020 hatte die Stadt Köln die deutlichen Mehrkosten für das geplante "MiQua"-Museum im Kölner Zentrum mitgeteilt und die deutliche Verzögerung des Großprojekts bekannt gemacht.

Ob die Corona-Pandemie für weitere Verzögerungen sorgen wird, ist bislang nicht bekannt.

Titelfoto: Stadt Köln

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