Nach Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof: Verfahren gegen Täter eingestellt!

Köln - Rund zwei Jahre nach einem Brandanschlag und einer Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den mutmaßlichen Täter vorläufig eingestellt.

15.10.2018, Köln: Polizeibeamte verlassen nach einer Geiselnahme den Kölner Hauptbahnhof. Dem Täter wurde damals in den Kopf geschossen.
15.10.2018, Köln: Polizeibeamte verlassen nach einer Geiselnahme den Kölner Hauptbahnhof. Dem Täter wurde damals in den Kopf geschossen.  © Oliver Berg/dpa

Der Haftbefehl sei aufgehoben worden, teilte Sprecher Ulrich Bremer am Freitag mit. Grund seien Einschätzungen eines Sachverständigen.

Er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Verhandlungsfähigkeit des Mannes aufgrund seiner Kopfverletzungen und der resultierenden Folgen langfristig entfalle.

Die Staatsanwaltschaft will ihn nach eigenen Angaben in Zukunft allerdings erneut untersuchen lassen. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.

Der Syrer soll im Oktober 2018 einen Brandanschlag in einem Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof verübt haben, bei dem eine 14-Jährige schwere Verbrennungen erlitt.

Mann hatte Geisel im Griff, Polizei schoss ihm in den Kopf

Anschließend verschanzte er sich nach Ermittlerangaben in einer Apotheke und nahm eine Frau als Geisel. Die Polizei griff schließlich ein und schoss den mutmaßlich psychisch kranken Mann nieder.

Eine Kugel traf ihn im Kopf. Danach musste er in ärztliche Behandlung und lag im Krankenhaus.

Die Bundesanwaltschaft hatte zunächst wegen eines möglichen islamistischen Hintergrundes ermittelt. Dieser bestätigte sich allerdings nicht.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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