Nach Razzia im Kreis Düren: Radioaktives Strontium nicht aus Bundeswehr-Beständen!

Berlin/Düren - Das radioaktive Material, das bei einem in Nordrhein-Westfalen verhafteten Bundeswehroffizier entdeckt worden war, soll nicht aus Beständen der Bundeswehr stammen.

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt - Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen.
Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt - Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen.  © Ralf Roeger/dpa

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums versicherte am Montag in Berlin, "dass die Bundeswehr über keinerlei derartige Munition verfügt".

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober neben Schusswaffen, Granaten und Minen auch radioaktives Strontium-90 entdeckt.

Die Ministeriumssprecherin erklärte, die Bundeswehr verwende zwar Signalmunition mit sehr geringen Mengen von Strontium-Nitrat - dieses Material sei jedoch "nicht strahlend" und befinde sich auch in handelsüblichen Feuerwerkskörpern.

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Der 32-jährige Offizier sitzt in Untersuchungshaft.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gehört der Mann zum "Verantwortungsbereich des Einsatzführungskommandos". In dieser Dienststelle werden die Auslandseinsätze der Bundeswehr zentral geplant und geleitet.

Titelfoto: Ralf Roeger/dpa

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