Nach tödlichem Betonplatten-Unfall auf A3: Reparatur dauert deutlich länger

Köln - Die Reparatur der Lärmschutzwände auf der A3 in Köln nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall im vergangenen November dauert deutlich länger als geplant.

Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall im vergangenen November auf der A3 in Köln dauert die Reparatur der Lärmschutzwände immer noch an. (Archivbild)
Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall im vergangenen November auf der A3 in Köln dauert die Reparatur der Lärmschutzwände immer noch an. (Archivbild)  © Daniel Evers/Wuppervideo/dpa

Ursprünglich war die Autobahn-GmbH davon ausgegangen, dass der Abschnitt zwischen dem Kreuz Köln-Ost und Köln-Dellbrück ab Juni wieder voll befahrbar sein wird. Die Arbeiten seien aber so kompliziert, dass ein Ende noch nicht abzusehen sei, sagte eine Sprecherin am Freitag. Zuvor hatte die Kölnische Rundschau berichtet.

Es ist aber leichte Entspannung in Sicht: Auch in Fahrtrichtung Oberhausen sollen von nächster Woche an vier verengte - statt zuletzt drei - Fahrspuren zur Verfügung stehen, wie die Sprecherin sagte.

Die Markierungsarbeiten seien für dieses Wochenende geplant. Deshalb sei am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr nur eine Spur befahrbar. In Richtung Frankfurt können Fahrzeuge schon seit längerem mit einer Höchstgeschwindigkeit von Tempo 80 über vier verengte Spuren fahren.

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Bei dem Unfall im November hatte sich eine tonnenschwere Platte aus einer Schallschutzmauer gelöst und eine Autofahrerin (†66) erschlagen.

Ursache war nach Erkenntnissen des NRW-Verkehrsministeriums eine ganze Kette von Fehlern beim Bau, der Abnahme und der Prüfung der Wandkonstruktion.

Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Bei dem Unfall auf der A3 in Köln im November 2020 hatte sich eine tonnenschwere Platte aus einer Schallschutzmauer gelöst und eine Autofahrerin (†66) erschlagen. (Archivbild)
Bei dem Unfall auf der A3 in Köln im November 2020 hatte sich eine tonnenschwere Platte aus einer Schallschutzmauer gelöst und eine Autofahrerin (†66) erschlagen. (Archivbild)  © Daniel Evers/Wuppervideo/dpa

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt und wartet nach Angaben eines Sprechers vom Freitag weiter auf ein Sachverständigen-Gutachten.

Die noch hängenden Lärmschutzelemente sollen unterdessen mit zusätzlichen Sicherungen versehen werden. Allerdings habe die Planung dafür länger gedauert als gedacht, sodass man nun erst in der finalen Phase der Ausschreibung sei, sagte die Sprecherin der Autobahn GmbH.

"Wir hoffen, dass wir die Arbeiten im Mai an eine Firma vergeben können." Diese müsse die rund 400 benötigten Halterungen dann alle individuell anfertigen.

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"Wie lange das dauern wird und wann die Autobahn wieder vollständig freigegeben werden kann, können wir noch nicht sagen."

Titelfoto: Daniel Evers/Wuppervideo/dpa

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