Corona-Zwangspause geht weiter: Koelnmesse sagt bis Ende Oktober alles ab

Köln – Trotz Corona-Lockerungen in vielen Bereichen ist die Situation in der Messebranche weiterhin sehr angespannt. Auch die Koelnmesse ist stark betroffen und hat alle geplanten Veranstaltungen bis Ende Oktober abgesagt.

Die Koelnmesse organisiert und betreut normalerweise rund 80 Veranstaltungen jährlich. (Archivfoto)
Die Koelnmesse organisiert und betreut normalerweise rund 80 Veranstaltungen jährlich. (Archivfoto)  © picture alliance / dpa

Die Kölner Messe hatte Anfang der Woche mehrere für den Herbst geplante Messen abgesagt, die eigentlich als Neustart des Messebetriebs nach der Corona-Zwangspause geplant gewesen waren.

Weil etliche Aussteller jedoch ihr Kommen abgesagt hatten, entschied man sich letztlich dafür, bis Ende Oktober doch keine Präsenz-Messen abzuhalten. 

"Es ist uns aber leider nicht gelungen, die zurzeit verständliche tiefgreifende Unsicherheit unserer Kunden gegenüber geschäftlichen persönlichen Begegnungen im Herbst zu beseitigen", sagte Messechef Gerald Böse.

Einige Messen - wie etwa die Marketingmesse Dmexco – sollen stattdessen digital stattfinden, andere sind verschoben worden.

In den anderen großen NRW-Messestädten versucht man derzeit noch, die aktuellen Pläne aufrecht zu erhalten. So will die Düsseldorfer Messe im September mit dem Caravon Salon in den corona-gemäßen Messebetrieb samt speziellem Hygienekonzept starten.

"Wir gehen dennoch davon aus, dass aufgrund der aktuellen Lage einige Aussteller und Besucher nicht zu unseren kommenden Messen anreisen werden", sagte Messe-Chef Wolfram Diener.

Experte rechnet mit großer Insolvenzwelle

Für den Herbst rechnet der Fachverbands Messe- und Ausstellungsbau (Famab) mit einer großen Insolvenzwelle unter den Messebaubetrieben: Etwa 30 Prozent der Unternehmen seien gefährdet, sagte der Geschäftsführer Jan Kalbfleisch der dpa.

"Wir gehen leider davon aus, dass das noch eine Weile so anhalten wird." Es gebe etliche Unternehmen, die ihren Mitarbeitern das Reisen weiterhin untersagten – sowohl als Aussteller sowie als auch Messebesucher.

Außerdem seien die Corona-Schutzverordnungen in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Das mache es schwierig für Aussteller, die oft auf verschiedenen Messen aktiv sind, ein einheitliches Hygienekonzept vorzubereiten. 

Titelfoto: picture alliance / dpa

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