NRW-MP Wüst verteidigt Karnevalsauftakt: Man könne "nicht weiterhin alles verbieten"

Köln - NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) fand den umstrittenen Karnevalsauftakt am 11.11. in Köln richtig.

Laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (46) muss man bei Verboten auch auf die Akzeptanz in der Bevölkerung achten.
Laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (46) muss man bei Verboten auch auf die Akzeptanz in der Bevölkerung achten.  © Marius Becker/dpa

"In Nordrhein-Westfalen sind überdurchschnittlich viele Menschen geimpft. Mit diesem wichtigen Fortschritt kann man nicht einfach denen, die mit ihrer Impfung sich, ihre Lieben und die Gesellschaft schützen, weiterhin alles verbieten", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Man müsse auch im Blick haben, ob staatliche Verbote auf Akzeptanz in der Bevölkerung stießen.

"Deshalb war die Entscheidung in Köln, den Karnevalsauftakt unter 2G Bedingungen stattfinden zu lassen, richtig", sagte Wüst, der momentan auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

Köln: Kölner Architekturfirma baut riesigen "Green Canyon" in Bonn
Köln Kölner Architekturfirma baut riesigen "Green Canyon" in Bonn

Nach dem Karnevalsauftakt am Donnerstag hatten vor allem Bilder und Videos aus Köln von eng gedrängten Menschenmassen zu kritischen Kommentaren geführt. Bei den offiziellen Veranstaltungen galt auch im Freien 2G - alle Besucher mussten also geimpft oder genesen sein.

Mit Blick auf den Straßenkarneval Anfang nächsten Jahres sagte Wüst: "Niemand weiß, wie die Pandemielage im nächsten Frühjahr aussieht. Ich würde mir wünschen, dass der Karneval stattfinden kann. Aber damit das gelingt, müssen wir die Dynamik bei den Infektionszahlen unbedingt stoppen."

Titelfoto: Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema Köln: