Palästina-Demo in Kölner City vorzeitig abgebrochen: Zu viele Teilnehmer vor Ort

Köln – Großveranstaltung in Köln: Rund 800 Menschen haben am Samstag in der Domstadt gegen Israel und für Palästina demonstriert.

In Köln musste eine Demonstration vorzeitig beendet werden, weil mehr als doppelt so viele Menschen gekommen waren wie ursprünglich angemeldet.
In Köln musste eine Demonstration vorzeitig beendet werden, weil mehr als doppelt so viele Menschen gekommen waren wie ursprünglich angemeldet.  © David Young/dpa

Sie schwenkten palästinensische Flaggen und Schilder mit Aufschriften wie "Freiheit für Palästina" und "Stop the Genocide" (Stoppt den Genozid), aber auch "Gegen Zionisten - nicht gegen Juden".

Da etwa doppelt so viele Menschen gekommen waren wie angemeldet, konnten die Corona-Abstände auf dem für die Kundgebung vorgesehenen Platz in der Kölner Altstadt nicht eingehalten werden.

Deshalb habe die Versammlungsleiterin die Demonstration vorzeitig beendet, sagte ein Polizeisprecher.

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Zwei Teilnehmer kletterten während der Kundgebung auf ein Reiterstandbild und entrollten dort eine palästinensische Flagge. Auf Aufforderung der Polizei - die mit massiven Kräften anwesend war - kamen sie aber wieder herunter.

Anlass der Demonstration war der sogenannte Nakba-Tag, den Palästinenserinnen und Palästinenser am 15. Mai begehen. Er bezieht sich auf die Flucht und Vertreibung arabischer Menschen aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina.

Demo-Veranstalter sollen sich von Antisemitismus distanzierten

Die Antisemitismus-Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (69, FDP), hatte vorab gemahnt, dass das Versammlungs- und Demonstrationsrecht nicht für die Verbreitung von Judenhass missbraucht werden dürfe.

Sie wünsche sich, dass sich die Veranstalter der Nakba-Demo von jeglicher Form des Antisemitismus distanzierten. "Dazu gehört selbstverständlich auch, das Existenzrecht Israels nicht in Frage zu stellen oder den Staat Israel zu dämonisieren."

Titelfoto: David Young/dpa

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