Kritik an Merkel-Besuch in NRW: "krampfhafter Versuch Armin Laschets"

Düsseldorf – Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty (52, SPD), hat den bevorstehenden Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in NRW kritisiert.

Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Fotomontage)
Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Fotomontage)  © Federico Gambarini/dpa / Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

"Die Einladung der Kanzlerin ist ein krampfhafter Versuch Armin Laschets (59, CDU), ein bisschen Glanz in seine Bewerbung um den CDU-Parteivorsitz zu bringen", sagte Kutschaty der "Rheinischen Post".

Merkel will am Dienstag (18. August) mit dem Kabinett um Ministerpräsident Laschet im Düsseldorfer Ständehaus tagen. Anschließend ist ein Besuch der Zeche Zollverein in Essen geplant.

SPD-Fraktionschef Kutschaty sagte der "Rheinischen Post": "Warum kommt sie ausgerechnet jetzt? Sie sollte eigentlich schon vor drei Jahren zum Start der Ruhr-Konferenz hier sein." Das Ruhrgebiet werde nichts vom Besuch der Kanzlerin haben.

Mitte Juli hatte die Kanzlerin an einer Sitzung des bayerischen Landeskabinetts im prunkvollen Schloss Herrenchiemsee teilgenommen.

CDU-Vize Laschet bewirbt sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als möglicher Kanzlerkandidat.

Einen Tag vor der Kanzlerin soll der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, nach NRW kommen.

Scholz will unter anderem den Bürgerpark in Köln-Kalk und Ex-Kanzlerkandidat Martin Schulz in dessen Heimat Würselen besuchen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa / Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

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