Erste Schätzung: Die Corona-Kosten und Verluste für die Stadt Köln

Köln - Die Folgekosten der Corona-Pandemie werden für die Stadt Köln enorm sein. In einer ersten Kalkulation gab die Stadtverwaltung jetzt eine erste Schätzung ab. 

Das Kölner Rathaus am Alter Markt.
Das Kölner Rathaus am Alter Markt.  © Henning Kaiser/dpa

Allein bei der wichtigsten Steuerquelle, der Gewerbesteuer, erwartet die Stadtverwaltung einen Rückgang von rund 240 Millionen Euro aufgrund der Corona-Pandemie und der Folgen. Diese Kalkulation sei nur eine mittlere Berechnung, hieß es.

Auch bei vielen anderen Steuern wird ein deutlicher Rückgang erwartet. Insgesamt könnten weitere rund 90 Millionen Euro im städtischen Steuersäckel fehlen.

Auf der anderen Seite muss die Stadt Köln wegen der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld in die Hand nehmen als bislang im Haushalt geplant.

Das "Hilfsmaßnahmen-Paket" kann bis zu 45 Millionen Euro umfassen.

So können Gewerbetreibende momentan auf Antrag ihre Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer herabsetzen. 

Bis zum 6. April gingen bei der Stadt Köln bereits 1178 Anträge mit einem Steuervolumen von rund 36 Millionen Euro ein, die jetzt in der Stadtkasse vorerst fehlen.

Freier Träger im Sozial- und Jugendbereich erhalten von der Stadt Köln Fördermittel vorzeitig ausgezahlt. Dies seien etwa weitere 15,73 Millionen Euro.

Im Kunst- und Kulturbereich wurde ein Notfallfond in Höhe von 3 Millionen Euro aufgelegt, der den Künstlern in Köln kurzfristig helfen soll. Die Stadt Köln hat rund um das Coronavirus eine Themenseite angelegt, wo Fragen von Kölnern beantwortet werden.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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