Köln macht Ernst: Am 11.11. gelten diese strengen Regeln

Aktualisiert: 8. November, 16.46 Uhr

Köln – Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hat die Stadt Köln am Mittag in einer Sondersitzung entschieden, die Regeln für den Karnevalsauftakt am 11.11. noch einmal verschärfen.

Mit Maske, Abstand und Impf-Ausweis? Am Kölner Karneval könnte möglicherweise doch nicht so ausgelassen gefeiert werden, wie zuvor angenommen.
Mit Maske, Abstand und Impf-Ausweis? Am Kölner Karneval könnte möglicherweise doch nicht so ausgelassen gefeiert werden, wie zuvor angenommen.  © Marius Becker/dpa

In den abgesperrten Bereichen der Altstadt und im Zülpicher Viertel, auf allen Karnevalsveranstaltungen und Karnevalsfeiern in Kneipen und Gastronomien sowie auf Veranstaltungen der Oberbürgermeisterin im Historischen Rathaus gilt am Donnerstag die 2G-Regel.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) meldete sich diesbezüglich zu Wort: "Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen und der Situation auf den Intensivstationen haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Viele Jecken fiebern dem 11.11. entgegen. Dafür habe ich natürlich großes Verständnis. Ebenso habe ich für die Gastronomen Verständnis, die auf Nummer sicher gehen wollen, und den 11.11. ein weiteres Mal ausfallen lassen. Am Ende muss jeder und jede für sich selbst entscheiden, wie man den 11.11. begehen will."

Sie versicherte, dass die Stadt und die verschiedenen Veranstalter zahlreiche Maßnahmen ergreifen werden, "um ein möglichst sicheres Feiern zu ermöglichen".

Stadt Köln fasst Regeln zusammen

Diese Regeln gelten für Köln

Karl Lauterbach (58) warnte im Vorhinein vor der anstehenden Session und den Gefahren, die sie mit sich bringt.
Karl Lauterbach (58) warnte im Vorhinein vor der anstehenden Session und den Gefahren, die sie mit sich bringt.  © Kay Nietfeld/dpa

Karnevalsveranstaltungen im Freien sowie in Innenräumen sind vom 11. November (ab 8 Uhr) bis zum 14. November (8 Uhr) nur immunisierten Personen gestattet.

Gaststätten, in denen sich Feiernde treffen, müssen die 2G-Regel vom 11. November (ab 8 Uhr) bis zum 14. November (8 Uhr) ebenfalls einhalten.

Der normale Restaurantbetrieb ist von den besonderen Karnevals-Regelungen ausgenommen. Auch für Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren gelten die Regeln nicht. Kinder (6 bis 12 Jahre und drei Monate) können unter Vorlage eines maximal 48 Stunden alten PCR-Tests oder maximal sechs Stunden alten Antigenschnelltests zu Veranstaltungen zugelassen werden. Gleiches gilt für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

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Mit den strengeren Regeln will die Stadt vermeiden, dass Karneval zu einem "Superspreader-Event" mutiert, wie Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) es nannte. Er äußerte sich am Mittag bereits zur anstehenden Session: "Wir stehen vor einer sehr massiven Welle. Wenn möglich: Draußen feiern! Falls es drinnen ist, muss striktes 2G gelten. Mit Kontrollen. Aber auch dann sind Veranstaltungen in Innenräumen eine Riesengefahr. Deshalb ist jede abgesagte Karnevalsveranstaltung im Innenraum eine gute Veranstaltung. Denn sie schützt Leben."

Jeder, der zu einer Veranstaltung gehe, müsse mit einem Impfdurchbruch rechnen, so Lauterbach.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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