Köln hat gewählt: So sieht das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl 2021 aus

Köln – In Köln haben die Grünen die Nase vorn. Am frühen Montagmorgen teilte die Stadt das vorläufige Gesamtergebnis mit und es wurde deutlich, dass die Partei die meisten Erst- und Zweitstimmen für sich gewinnen konnte. Allerdings gewann die SPD mehr Wahlkreise für sich.

Unzählige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer warteten am gestrigen Sonntag auf ihren Einsatz in der Messehalle 6 in Köln.
Unzählige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer warteten am gestrigen Sonntag auf ihren Einsatz in der Messehalle 6 in Köln.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Rund 77,79 Prozent der Wahlberechtigten in Köln haben ihre Stimme in den letzten Wochen per Briefwahl und am gestrigen Sonntag vor der Wahlurne abgegeben.

Im gesamten Stadtgebiet gingen 27,77 Prozent der Erststimmen an die Grünen. Darauf folgten die SPD (27,66 Prozent), die CDU (21,78 Prozent), die FDP (7,67 Prozent), Die Linke (4,93 Prozent) und die AfD (4,71 Prozent). Sonstige Parteien erhielten 5,47 Prozent der Stimmen.

Auch bei den Zweitstimmen setzten sich die Grünen durch: 28,04 Prozent der Kölnerinnen und Kölner haben die Partei gewählt.

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Die SPD kam auf 24,57 Prozent der Stimmen. Es folgten die CDU (19,33 Prozent), die FDP (10,85 Prozent), Die Linke (5,83 Prozent), die AfD (4,66 Prozent) und Sonstige (6,72 Prozent).

Im südöstlichen Teil von Köln, in den Stadtteilen Altstadt-Nord, Neustadt-Nord, Deutz, Porz und Kalk, konnte SPD-Kandidatin Sanae Abdi (35) von sich überzeugen. Sie bekam 27,89 Prozent der Stimmen und sicherte sich ein Direktmandat.

Lisa-Marie Friede (29) von den Grünen bekam 23,89 Prozent der Stimmen und Karsten Möring (72, CDU) 22,63 Prozent.

Sanae Abdi ist die erste Frau, die ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis holt

SPD-Kandidat Mützenich bleibt im Bundestag

Sven Lehmann (41, Grüne) hat Bundestags-Erfahrung und wird durch die Wahl in Köln weiterhin in Berlin sitzen. (Archivbild)
Sven Lehmann (41, Grüne) hat Bundestags-Erfahrung und wird durch die Wahl in Köln weiterhin in Berlin sitzen. (Archivbild)  © Christoph Soeder/dpa

Sven Lehmann (41) von den Grünen überzeugte im 94. Wahlkreis in den Stadtbezirken Lindenthal und Rodenkirchen sowie in der Altstadt/Süd und Neustadt/Süd. Er holte hier mit 34,64 Prozent die meisten Stimmen.

Damit gewann er mit deutlichem Vorsprung ein Direktmandat und bleibt im Bundestag. Dort setzt er sich für Queerpolitik, Sozialpolitik sowie Kinder- und Familienpolitik der Grünen ein.

Auf seine Partei folgt die CDU (24,96 Prozent) mit Kandidatin Dr. Sandra von Möller (52). An dritter Stelle landete Marion Solbach von der SPD mit 19,66 Prozent.

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Dr. Rolf Mützenich (62) von der SPD setzte sich mit 29,94 Prozent der Stimmen in Ehrenfeld, Nippes und Chorweiler durch. Damit bleibt er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Ihm folgen Katharina Dröge (37) von den Grünen (28,29 Prozent) und CDU-Kandidatin Gisela Manderla (63, 18,6 Prozent).

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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