Schüler dürfen wieder ins Klassenzimmer, aber nur unter einer Bedingung

Düsseldorf – Von Montag an können Schüler aller Klassen von Stufe 1 bis 13 grundsätzlich auch in den Schulen am Distanzunterricht teilnehmen. Diese Regel greift allerdings nur unter einer Bedingung.

In NRW beginnt am Montag die Möglichkeit, den Distanzunterricht in Schulen zu verfolgen.
In NRW beginnt am Montag die Möglichkeit, den Distanzunterricht in Schulen zu verfolgen.  © Caroline Seidel/dpa

Das Angebot ist als Unterstützung für Schüler gedacht, die zu Hause nicht das Umfeld dafür haben, am Distanzunterricht teilzunehmen.

Die jeweiligen Schulen können in solchen Fällen die Rückkehr ins Klassenzimmer anbieten. Ein zusätzlicher Präsenzunterricht ist in der Schule nicht geplant.

Bei der Maßnahme handele sich um eine sinnvolle Erweiterung der Betreuungsregelung, sagte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Stefan Behlau der Deutschen Presse-Agentur.

"Es werden Angebote für Schüler gemacht, die zu Hause das Distanzlernen nicht bewältigen können." So könne Schülern und Schülerinnen in "schwierigen Lagen" geholfen werden.

Grundsätzlich begrüßte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die neue Möglichkeit. "Gleichwohl ist oftmals schon die Grenze dessen erreicht, was Schulen derzeit leisten können, weil das Personal fehlt und die Arbeitsbelastung sehr hoch ist", sagte die Landesvorsitzende Maike Finnern.

Schulen müssten die Möglichkeit erhalten, mit zusätzlichem Personal zu arbeiten. Zudem könnte es je nach Ausstattung der jeweiligen Schule laut GEW bei den technischen Voraussetzungen Engpässe geben, zum Beispiel wenn die Schüler keine Laptops hätten.

Die jeweilige Schule entscheidet, welche Schüler ins Klassenzimmer dürfen

Den Schritt hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) am vergangenen Donnerstag im Landtag angekündigt. Zudem ging eine entsprechende Mail an die Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Bisher standen im Corona-Lockdown die Schulen nur für Notbetreuungen von Schülern der Klasse 1 bis 6 offen. Jetzt können zusätzlich die Schulen die Betreuung auch ab Klasse 7 anbieten.

Die Teilnahme an dem erweiterten Angebot wird den Eltern oder volljährigen Schülern durch die Schulleitung unterbreitet. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Angebot könne nicht von den Eltern selbst initiiert werden, heißt es in der Schulmail.

Allgemein wird der Distanzunterricht in NRW mindestens bis 12. Februar fortgesetzt. In dieser Zeit sollten grundsätzlich keine Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben werden.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

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