Um SPD-"Spaltung" zu vermeiden: Hartmann will nicht NRW-Spitzenkandidat werden

Düsseldorf – Der Vorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann (43), steht nicht für die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl im Jahr 2022 zur Verfügung. 

Sebastian Hartmann (43), Vorsitzender der NRW-SPD, will nicht für die Spitzenkandidatur zur nächsten NRW-Landtagswahl antreten.
Sebastian Hartmann (43), Vorsitzender der NRW-SPD, will nicht für die Spitzenkandidatur zur nächsten NRW-Landtagswahl antreten.  © Federico Gambarini/dpa

Das geht aus einem Schreiben von Hartmann an die SPD-Basis in seinem Wahlkreis hervor, das dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegt.

"Ich möchte nicht für die Spitzenkandidatur zur nächsten Landtagswahl in NRW antreten", heißt es darin wörtlich. Bereits im Sommer habe er Gespräche mit möglichen Kandidaten dafür geführt, schreibt Hartmann.

Er war am 15. September vom Kreisverband Rhein-Sieg erneut für den Bundestag nominiert worden. Dort wolle er weiter Politik machen – und gleichzeitig Landesvorsitzender der NRW-SPD bleiben.

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Anfang Oktober hatte auch Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty (52) seine Kandidatur für den Landesvorsitz angemeldet. Diese Situation bestärke ihn darin, richtig gehandelt zu haben, schreibt Hartmann.

Es gehe jetzt darum, "eine Spaltung" der Partei zu verhindern und "einen fairen Prozess für die Spitzenkandidatur" zu organisieren.

Laut einer Sprecherin der NRW-SPD ist das Schreiben am Freitagmittag an rund 1500 Parteimitglieder per Mail und Briefpost rausgegangen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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