Rückkehr von Kardinal Woelki in der Kritik: "Keines der Probleme gelöst!"

Köln - Der Diözesanratsvorsitzende im Erzbistum Köln, der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach (43, SPD), sieht der angekündigten Rückkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki (65) am 2. März mit Skepsis entgegen.

Kardinal Rainer Maria Woelki (65) wird am 2. März aus seiner mehrmonatigen Auszeit zurückkehren und gleich eine Messe im Kölner Dom zelebrieren.
Kardinal Rainer Maria Woelki (65) wird am 2. März aus seiner mehrmonatigen Auszeit zurückkehren und gleich eine Messe im Kölner Dom zelebrieren.  © Andreas Arnold/dpa

"Faktisch ist keines der Probleme gelöst, die vor der Beurlaubung des Kardinals schon existiert haben", sagte Kurzbach der Deutschen Presse-Agentur. "Ein einfaches 'Weiter so' hat in gar keinem Fall eine Chance. Dann würde die Situation hier im Erzbistum nur noch schlimmer."

Es liege jetzt am Papst und an Rom, eine Entscheidung zum Wohle des Erzbistums zu treffen, sagte Kurzbach. Der Diözesanrat ist die Vertretung der praktizierenden Katholiken in den Gemeinden des Erzbistums.

Zuvor hatte am Samstag der Diözesanpastoralrat, das wichtigste Beratungsgremium des Erzbistums, getagt. Dort seien die Szenarien nach Woelkis Rückkehr kontrovers diskutiert worden, teilte das Erzbistum mit.

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Woelki hatte sich im Oktober in eine mehrmonatige Auszeit verabschiedet und die Amtsgeschäfte an Weihbischof Rolf Steinhäuser (69) als Apostolischen Administrator übergeben.

Woelki soll bei Rückkehr Messe im Kölner Dom zelebrieren

Steinhäuser habe sehr vieles richtig gemacht, lobte Kurzbach. "Er geht ins Gespräch, in den Dialog mit den Menschen. Aber wir haben eben auch sehen müssen, wie schnell Rom einem Bischof dazwischenfunkt."

Steinhäuser hatte die Auftragsvergaben des Erzbistums in den vergangenen zehn Jahren von unabhängigen Prüfern untersuchen lassen wollen. Doch der Vatikan hatte ihm vorgeschrieben, dass dies erst nach Woelkis Rückkehr erfolgen dürfe.

Das Erzbistum bestätigte in der vergangenen Woche, dass Woelki am 2. März zurückkehren und gleich eine Messe im Kölner Dom zelebrieren werde.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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