Schifffahrtsamt: Kein schlüssiges Konzept für Bergung von E-Scootern im Rhein

Von Mona Wenisch

Köln - Um E-Scooter vom Grund des Rheins in Köln zu bergen, fehlt nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein bislang ein schlüssiges Konzept der Betreiber.

E-Scooter gibt es inzwischen in vielen großen deutschen Städten. In Köln werden sie zum Problem, weil die Roller oftmals im Rhein landen.
E-Scooter gibt es inzwischen in vielen großen deutschen Städten. In Köln werden sie zum Problem, weil die Roller oftmals im Rhein landen.  © Axel Heimken/dpa

Der Ablauf der zunächst für diese Woche angesetzten Bergung sei nicht ausführlich geplant gewesen, sagte eine Sprecherin des WSA Rhein am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Plattform Shared Mobility, ein Zusammenschluss mehrerer E-Scooter-Verleiher, hatte am Freitag die für diese Woche geplante Bergungsaktion auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Unterwasserdrohne sollte die Roller im Fluss lokalisieren.

Eine Spezialfirma soll sich um die Bergung der E-Scooter im Bereich der Deutzer Brücke und der Hohenzollernbrücke kümmern. Befürchtet wird, dass beschädigte Akkus der Scooter die Wasserqualität belasten könnten. Nach Angaben der Bezirksregierung Köln gibt es bislang aber keine Hinweise darauf.

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"Grund für die Verzögerung ist die ausstehende Genehmigung durch die entsprechenden Behörden", schrieb die Plattform Shared Mobility. Man arbeite "mit Hochdruck" daran, die Aufräumarbeiten im Rhein bald zu starten.

Wasser-Drohne soll E-Scooter aus dem Rhein bergen

Eine Spezialfirma soll sich um die Bergung im Bereich der Deutzer Brücke und der Hohenzollernbrücke kümmern. Doch noch fehlt ein geeignetes Konzept.
Eine Spezialfirma soll sich um die Bergung im Bereich der Deutzer Brücke und der Hohenzollernbrücke kümmern. Doch noch fehlt ein geeignetes Konzept.  © Roberto Pfeil/dpa

Mit den vorgelegten Plänen der E-Scooter-Betreiber habe es mehrere Probleme gegeben, ergänzte ein zuständiger Mitarbeiter des Amtes. Zum einen befänden sich in dem Bereich mehrere Landungsbrücken. Dadurch werde die Sicherung der Wasser-Drohne, die die Scooter heben soll, mit einem Draht und einem Kabel erschwert.

Zudem sei die Aufgabe für die Drohne allgemein schwierig: "Wenn die Drohne die E-Scooter aus dem Wasser heraushebt, wirken die ganzen 20 Kilogramm auf das Gerät", sagte der Mitarbeiter. An den Uferbereichen gebe es eine Höhendifferenz zwischen Rhein und Land von rund 4,50 Meter.

Außerdem seien die Wasserflächen in dem Gebiet rund um die Deutzer Brücke und die Hohenzollernbrücke verpachtet, sagte der Mitarbeiter. Wenn dort beispielsweise ein Hotelboot liege, müsste der Betreiber informiert werden. "Da sind keine Antworten geliefert worden."

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Zuletzt hatten die E-Scooter-Verleiher angekündigt, ähnliche Aktionen bald auch in anderen Städten wie Düsseldorf, Frankfurt und München zu organisieren.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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