Pech am Puck: KEC unterliegt Ex-Coach Sundblad zum Süd-Runden-Auftakt!

Köln - Die Kölner Haie lassen aktuell nichts unversucht, um auch auf heimischem Eis endlich erfolgreiches Eishockey zu spielen. Am Sonntag, im ersten Spiel gegen einen Gegner aus der Süd-Gruppe, trat das Team von Trainer Uwe Krupp (55) mit neu gestalteten Trikots an. Trotzdem verloren die Kölner.

Die Kölner Haie können in eigener Halle nicht mehr gewinnen. Auch gegen die Schwenninger Wild Wings verließ das Team von Coach Uwe Krupp (55) als Verlierer das Eis. (Archivfoto)
Die Kölner Haie können in eigener Halle nicht mehr gewinnen. Auch gegen die Schwenninger Wild Wings verließ das Team von Coach Uwe Krupp (55) als Verlierer das Eis. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Jerseys der Gastgeber waren geschmückt mit emotionalen Zitaten aus kölschen Liedern. Damit will der Verein ausdrücken, wie sehr er seine Fans vermisst. Wären wirklich welche in der Lanxess-Arena gewesen, sie hätten die Halle vermutlich mit einem Kopfschütteln verlassen.

Denn trotz einer 2:0-Führung kassierte der KEC gegen die Schwenninger Wild Wings am Ende mit 2:4 (1:0, 1:2, 0:2) eine erneute Heimpleite.

Gegen die von Ex-Haie-Coach Niklas Sundblad trainierten Gäste aus dem Schwarzwald entwickelte sich vom ersten Bully an die erwartet physische Partie.

Viele Rangeleien, Unterbrechungen und Strafen prägten das Spielgeschehen. So war es nicht verwunderlich, dass der erste Treffer in Überzahl fiel. James Sheppard ließ den Puck in der 17. Minute das erste Mal im Schwanen-Gehäuse zappeln: 1:0 für den KEC.

Mit der Führung im Rücken ging es ins zweite Drittel. Beide Teams hielten das Tempo hoch und erspielten sich so eine Reihe von Tormöglichkeiten.

Immer wieder standen die beiden Torhüter im Mittelpunkt. Sowohl Hannibal Weitzmann (25) im Haie-Tor als auch Gäste-Goalie Joacim Eriksson (30) mussten mehrfach ihr ganzes Können unter Beweis stellen.

"Dumme Strafe" bringt Haie auf die Verliererstraße

Vom Helden zum Buhmann. Trotz seines Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 für den KEC, leitete Stürmer Marcel "Malla" Müller (32) mit einer unnötigen Strafe die Niederlage ein. (Achivfoto)
Vom Helden zum Buhmann. Trotz seines Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 für den KEC, leitete Stürmer Marcel "Malla" Müller (32) mit einer unnötigen Strafe die Niederlage ein. (Achivfoto)  © Foto: Andreas Gora/dpa

In der 28. Minute gab's endlich wieder Zählbares. Marcel Müller erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 2:0 für die Domstädter. Doch die Wild Wings waren an diesem Abend keinesfalls das schlechtere Team. Die Sundblad-Truppe blieb seiner bissigen Linie treu und kam nach Treffern von Colby Robak (33.) und Andreas Thuresson (40.) noch vor dem zweiten Pausentee zum 2:2-Ausgleich. Alles war wieder offen.

Doch die ersten 40 Minuten hatten Kraft gekostet. Mit zunehmender Spieldauer ließ die Konzentration auf Kölner Seite nach, was die ein oder andere Strafzeit zur Folge hatte. Als schließlich Marcel Müller wegen eines völlig unnötigen Stockschlags zwei Minuten absitzen musste, schnappten die Schwäne zu.

Tyson Spink (52.) sorgte im Powerplay für die erste Gästeführung an diesem Abend. Zum perfekten Zeitpunkt.

Das Team von Uwe Krupp hatte in der Folge nichts mehr zuzusetzen. Jamie MacQueen (60.) sorgte in der Schlussminute mit einem Schuss in das verwaiste Kölner Tor schließlich für den Endstand und einen nicht unverdienten 4:2-Sieg der Gäste.

"Malla" haderte nach dem Spiel vor allem mit sich selbst: "Das war auf meine Kappe, die dumme Strafe. Sonst hätten wir das Spiel, glaube ich, nicht verloren. Ansonsten haben wir nämlich gut gespielt und können Einiges daraus mitnehmen", sagte der 32-Jährige, sichtlich geknickt, bei MagentaSport.

Am kommenden Donnerstag treten die Haie erneut zuhause an. Dann sind die Nürnberger Ice Tigers in Köln zu Gast. Gegen das Schlusslicht aus der Süd-Gruppe muss es dem Team von Uwe Krupp endlich gelingen, konstant über 60 Minuten gutes Eishockey zu spielen, sonst wird auch gegen die Franken kein Punkt zu holen sein.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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