Landon Ferraro gelingt der "plötzliche Tod": Haie beenden Niederlagen-Serie

Köln - Erleichterung bei den Kölner Haie. Nach drei Niederlagen in Folge ist das Team von Trainer Uwe Krupp (55) am Gründonnerstag in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Cheftrainer Uwe Krupp (55) und sein Team sind nach drei Niederlagen in Serie in der DEL in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der KEC bezwang den ERC Ingolstadt mit 4:3 n.V.. (Archivfoto)
Cheftrainer Uwe Krupp (55) und sein Team sind nach drei Niederlagen in Serie in der DEL in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der KEC bezwang den ERC Ingolstadt mit 4:3 n.V.. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Keine 24 Stunden nach der 2:5-Pleite gegen den EHC Red Bull München zeigten sich die Kölner gut erholt und bezwangen den ERC Ingolstadt in der heimischen Lanxess-Arena mit 4:3 (1:0, 1:3, 1:0, 1:0) nach Verlängerung.

Matchwinner war Landon Ferraro. Der Kanadier setzte sich nach Zuspiel von James Sheppard gegen zwei Panther-Verteidiger durch, hämmerte den Puck ins Netz und sicherte seinem Team so die zwei Punkte. "Wir brauchen diesen Extrapunkt, das war ein großartiges Spiel für uns, wir brauchen Siege", sagte Ferraro nach der Partie bei "Magenta Sport".

Das Spiel gegen den Topgegner aus der Süd-Gruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) glich zunächst einer Blaupause zum Spiel gegen die Roten Bullen am Vortag. Die Haie machten von Beginn an Dampf und belohnten sich für ihren Aufwand mit einer frühen 1:0-Führung.

Der Treffer fiel durchaus kurios. Nach einem Bully im Ingolstädter Drittel machte sich der Puck per Zufall auf den Weg in Richtung Panther-Gehäuse. Abgefälscht von mehreren ERC-Verteidigern fand das Spielgerät schließlich den Weg durch die Schoner von Torhüter Michael Garteig (3.).

Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde der Treffer Jon Matsumoto gutgeschrieben. Der Kanadier hatte als letzter Kölner die Scheibe berührt. Ein weiteres Tor erzielten beiden Teams bis zur ersten Sirene nicht mehr.

Siegtreffer der Haie fällt 39,1 Sekunden vor Schluss

Noch alles drin: Bei noch acht ausstehenden Partien liegen die Kölner Haie aktuell nur drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Grizzlys Wolfsburg. (Archivfoto)
Noch alles drin: Bei noch acht ausstehenden Partien liegen die Kölner Haie aktuell nur drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Grizzlys Wolfsburg. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gelang den Gästen durch Ryan Kuffner (22.) zunächst der schnelle Ausgleich. Knapp fünf Minuten später sorgte Marcel Müller (27.) nach Pass von Colin Ugbekile mit dem 2:1 für die erneute Haie-Führung.

Lange Zeit sah es so aus, als könnten die Hausherren den Vorsprung in die Drittelpause retten, doch kurz vor Schluss bissen die Panther noch einmal zu - und das gleich doppelt. Erst stellte Louis-Marc Aubry (39.) mit dem 2:2 das Gleichgewicht wieder her.

Dann wurde es bitter: 1,4 Sekunden vor dem Pausenhorn schoss Petrus Palmu (20.) die Gäste aus Bayern erstmals an diesem Abend in Führung. Der Treffer fiel in Überzahl, da Lucas Dumont zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank schmorte.

Erneut schien dem Team von Uwe Krupp das Spiel zu entgleiten, doch anders als gegen München kämpften sich die Haie im Schlussabschnitt noch einmal zurück. Ebenfalls im Powerplay erzielte Mike Zalewski (43.) den umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer.

Obwohl noch genügend Zeit auf der Uhr war, gelang keinem Team in der regulären Spielzeit noch der entscheidende Lucky Punch. Erst das 4:3 von Ferraro 39,1 Sekunden vor Ende der Verlängerung brachte die Entscheidung - zu Gunsten der Kölner.

Die zwei Punkte können im Kampf um ein Play-off Ticket am Ende Gold wert sein. Da die Konkurrenz patzte, liegt der KEC nur noch drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Grizzlys Wolfsburg zurück. Am Samstag steht schon das nächste Duell der Haie mit einem Top-Team an. Ab 17.30 Uhr geht es bei Ligaprimus Adler Mannheim um weitere Punkte.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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