Urlaub statt Play-offs: KEC hilft nach Tor-Spektakel nur noch ein Wunder

Köln - Toll gekämpft und dennoch verloren. Die Kölner Haie mussten am Mittwochabend im letzten Heimspiel der Saison gegen die Straubing Tigers eine bittere 4:5 (1:2, 2:0, 1:3)-Niederlage einstecken.

Uwe Krupp (55) und die Kölner Haie verleben eine schwierige Saison. Vor allem in der heimischen Arena lässt der KEC zu viele Punkte liegen. (Archivfoto)
Uwe Krupp (55) und die Kölner Haie verleben eine schwierige Saison. Vor allem in der heimischen Arena lässt der KEC zu viele Punkte liegen. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Damit vermasselte die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Krupp (55) nicht nur das Jubiläum von Moritz Müller (34), der Kapitän bestritt sein insgesamt 900. DEL-Spiel, sondern hat jetzt auch nur noch äußerst theoretische Chancen auf das Erreichen der Play-offs.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gäste aus Niederbayern den besseren Start erwischten. Lediglich 59 Sekunden waren gespielt, da brachte Chasen Balisy sein Team mit 1:0 in Führung.

Da die Tigers anschließend etwas zu bissig zu Werke gingen, durften sich die Haie gleich dreimal im Powerplay versuchen, konnten aber nur eines davon nutzen. Ein Schuss von Frederik Tiffels (11.) fand in Überzahl den Weg in den Tiger-Käfig.

Straubing besann sich anschließend wieder auf das Wesentliche und eroberte in Person von Jeremy Williams (14.) noch vor der ersten Pause die Führung zurück.

Der zweite Abschnitt gehörte anschließend voll und ganz den Kölnern. In der 22. Minute traf zunächst Haie-Topscorer Jason Akeson zum 2:2. Nur 142 Sekunden später brachte Geburtstagskind Kevin Gagné (24.) sein Team das erste Mal an diesem Abend in Führung.

Kölner Haie verlieren wilden Schlagabtausch gegen Straubing Tigers

Haie mit erneutem Einbruch im Schlussdrittel

Am Mittwochabend liefen die Akteure des KEC wohl zum letzten Mal in dieser Saison durch das Haifisch-Maul. Die Play-off-Chancen sind nur noch gering. (Archivfoto)
Am Mittwochabend liefen die Akteure des KEC wohl zum letzten Mal in dieser Saison durch das Haifisch-Maul. Die Play-off-Chancen sind nur noch gering. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Mit 3:2 aus Kölner Sicht ging es dann auch in den Schlussabschnitt. Und hier nahm das Spiel noch einmal so richtig Fahrt auf. Zuerst brachte Andreas Eder (43.) die Tigers zurück ins Spiel. Akeson (45.) traf fast postwendend zur erneuten Haie-Führung.

Was im Anschluss passierte, war ein Abbild der gesamten Kölner Saison. Die Mannschaft kämpfte, ackerte und biss um jeden Zentimeter Eis, doch das Quentchen mehr Glück hatte erneut der Gegner.

Die Tigers ließen trotz des erneuten Rückstands nicht locker und wurden für ihren Aufwand belohnt. Erst traf Ex-Hai Fredrik Ericsson (51.) zum erneuten Ausgleich, dann setzte Kael Mouillierat (56.) im Powerplay mit dem 5:4 den entscheidenden Nadelstich ins Kölner Herz.

Auf diesen Treffer fand der KEC keine Antwort mehr. Und somit verließ das Krupp-Team trotz starker Leistung, wie so oft in dieser Spielzeit, mal wieder als Verlierer und ohne Punkte das Eis.

Mit noch zwei verbleibenden Spielen besteht für die Kölner Haie nur noch eine theoretische Chance auf Platz vier. In jedem Fall müssen die Kölner ihre Auswärtspartien in Nürnberg (16. April, 19.30 Uhr) und in Schwenningen (18. April, 14.30 Uhr) unbedingt gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Andernfalls ist die Saison erneut vorzeitig beendet.

Verteidiger Dominik Tiffels (27) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Rechnerisch sind die Play-offs noch möglich. Sollten wir es nicht schaffen, haben wir das es definitiv nicht in den letzten fünf, sechs Spielen vermasselt. Schauen wir mal, was Freitag und Sonntag passiert."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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