Zahnlose Haie vergeigen Sprung auf Platz vier: Bittere Heimpleite gegen Wolfsburg

Köln - Zahnlos, mutlos und ohne Durchschlagskraft: Nach zwei Siegen in Serie zeigten die Kölner Haie am Mittwoch im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg zur Abwechslung mal wieder ihr hässliches Gesicht.

Cheftrainer Uwe Krupp (55) war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht. Erneut viel zu harmlos präsentierten sich die Kölner Haie auf eigenem Eis. (Archivfoto)
Cheftrainer Uwe Krupp (55) war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht. Erneut viel zu harmlos präsentierten sich die Kölner Haie auf eigenem Eis. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Mit 1:3 (0:1, 1:2, 0:0) unterlag das Team von Cheftrainer Uwe Krupp (55) den Gästen aus der Autostadt und zeigte dabei eine erschreckend schwache Leistung. Durch die Niederlage verpassten die Rheinländer auch den Sprung auf einen der begehrten Playoff-Plätze.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Immer wenn der KEC die Chance hat, in obere Tabellenregionen vorzustoßen, kassiert die Mannschaft einen Dämpfer.

Vor allem die eklatante Heimschwäche bekommt das Team einfach nicht in den Griff. Ob es an den rund 2.000 Papp-Doppelgängern in der Lanxess-Arena liegt, die auf der Tribüne sitzen? Ungewiss! Eines ist klar: So wird das nichts mit Playoff-Eishockey in der Domstadt.

Das erste Drittel begann zunächst mit einem Abtasten beider Mannschaften. Viele Tormöglichkeiten gab es in dieser Phase nicht zu verzeichnen.

Als es sich dann drei Kölner Spieler innerhalb weniger Minuten auf der Sünderbank gemütlich machten, witterten die Grizzlys ihre Chance und bissen zu.

Dominik Bittner (28) schlenzte einen Handgelenksschuss während einer fünf gegen vier Überzahlsituation ins lange Eck und sorgte somit für die Gäste-Führung (19. Minute).

Konter entscheiden das Spiel: Powerplay-Tor von Dominik Tiffels zu wenig

Für den KEC war es die erste Saisonpleite gegen Wolfsburg und gleichzeitig das letzte Spiel gegen einen Gegner aus der Nord-Gruppe. (Archivfoto)
Für den KEC war es die erste Saisonpleite gegen Wolfsburg und gleichzeitig das letzte Spiel gegen einen Gegner aus der Nord-Gruppe. (Archivfoto)  © picture alliance / dpa

"Wir waren offensiv nicht aggressiv genug, wir müssen es schaffen, unser Spiel durchzusetzen, um zu gewinnen", monierte KEC-Stürmer Lucas Dumont (23) in der Drittelpause bei "MagentaSport".

Hätten ihm seine Kollegen mal besser zugehört, denn auch der zweite Abschnitt war einer zum Vergessen.

Wie schon so oft in dieser Spielzeit, ließ sich der KEC im eigenen Stadion eiskalt auskontern. Max Görtz (28, 21. Minute) und Matti Järvinen (31, 25. Minute) schraubten das Ergebnis binnen fünf Minuten auf 0:3 aus Haie-Sicht.

Erst danach wachte das Krupp-Team auf, was aber auch daran lag, dass die Grizzlys, mit der komfortablen Führung im Rücken, einen Gang zurückschalteten. Der KEC erspielte sich in der Folge einige Tormöglichkeiten, ohne dabei ernsthaft Gefahr zu erzeugen.

Im Powerplay zappelte die Scheibe dann aber doch endlich im Netz. Dominik Tiffels (27) verkürzte nach Vorarbeit von Jason Akeson auf 1:3 (35. Minute). Da keinem der beiden Teams im Schlussabschnitt ein Torerfolg gelang, sollte es der letzte Treffer an diesem Abend bleiben.

Für die Kölner Haie war es die erste Saisonpleite gegen die Niedersachsen. Noch am vergangenen Freitag hatte das Team von Uwe Krupp mit 3:2 in der Wolfsburger Bärenhöhle gewonnen. Gleichzeitig war es auch das letzte Spiel gegen einen Gegner aus der Nord-Gruppe der Deutschen Eishockey-Liga.

Am Sonntag bestreitet der KEC sein erstes Spiel gegen ein Team aus dem Süden. Ab 19.30 Uhr (live auf MagentaSport) empfangen die Haie auf heimischem Eis die Schwenninger Wild Wings. Dann hoffentlich wieder mit mehr Biss.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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