Stadt Köln entlastet Unternehmen in der Corona-Krise

Köln – Die Stadt Köln möchte Unternehmen angesichts der Corona-Krise durch steuerliche Hilfsangebote entlasten.

Die Stadt Köln bietet besonders betroffenen Unternehmen
Zahlungserleichterungen für städtische Steuer- und Gebührenforderungen an (Archivbild).
Die Stadt Köln bietet besonders betroffenen Unternehmen Zahlungserleichterungen für städtische Steuer- und Gebührenforderungen an (Archivbild).  © Oliver Berg/dpa

Die Maßnahmen betreffen zwei Bereiche. Zum einen können gewerbesteuerpflichtige Unternehmen und Gewerbetreibende bei sich abzeichnenden Gewinneinbrüchen ab sofort Anträge auf Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen beim Steueramt stellen. Aus Sicht der Stadt kann es bei komplexen Steuersachverhalten auch sinnvoll sein, eine Änderung des Grundlagenbescheides beim Finanzamt zu beantragen.

Bei weiteren von der Stadt erhobenen Abgaben besteht die Möglichkeit einer Stundung:

  • Gewerbesteuer,
  • Grundsteuer sowie Abfall-, Straßenreinigungs- und Abwassergebühren,
  • Vergnügungssteuer,
  • Zweitwohnungssteuer,
  • Kulturförderabgabe.

Um Liquiditätsengpässe infolge der Corona-Krise zu vermeiden, können dabei auch die Stundungszinsen erlassen werden.

Bei Fragen wenden sich Gewerbetreibende am besten an das zuständige Finanzamt oder das Steueramt der Stadt Köln. Das Steueramt hat eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0221-221 21460 erreichbar. 

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Motorenhersteller Deutz spürt konjunkturellen Abschwung bereits

Der Motorenhersteller Deutz hat die sich abkühlende Konjunktur im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen. Unter dem Strich brach das Konzernergebnis um rund ein Viertel auf 52,3 Millionen Euro ein, wie das SDax-Unternehmen am Mittwoch in Köln bei der Vorlage ausführlicher Jahreszahlen mitteilte. Auch der Auftragseingang war 2019 klar rückläufig und sackte um 15,3 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro ab.

Während Deutz seine Mittelfristziele bestätigte, hatte der Konzern bereits Anfang März mitgeteilt, dass er sich im laufenden Jahr auf eine rückläufige Geschäftsentwicklung einstellt. Wegen der Verunsicherung aufgrund des Coronavirus und einem Rückgang in wichtigen Abnehmerbranchen dürften die Erlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen. 

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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