Stadt Köln kassiert heftige Twitter-Kritik für neue Radwege

Köln – Die Debatte um den mangelhaften Ausbau von Fahrradwegen in Köln hält an. Unter einem Twitter-Post der Stadt haben unzufriedene Bürger zahlreiche Beschwerden geäußert.

Die Stadt Köln hat auf den Ringen neue Radstreifen eingerichtet. Eine Markierung auf der Straße soll Platz für Radler schaffen.
Die Stadt Köln hat auf den Ringen neue Radstreifen eingerichtet. Eine Markierung auf der Straße soll Platz für Radler schaffen.  © Stadt Köln

Eigentlich hatten die Verantwortlichen mit ihrem Beitrag wohl auf Glückwünsche gehofft. "Wir haben auf den #Köln|er Ringen in den letzten drei Jahren 4,5 km neue Radverkehrsanlagen umgesetzt", meldete die Stadt über ihren Social Media Kanal.

Unter anderem sei auf dem Hohenstaufenring zwischen Neue Weyerstraße und Friedrichstraße ein bis zu zweieinhalb Meter breiter Radstreifen eingerichtet worden. 

Den Beweis liefern Vorher-Nachher-Fotos.

Darauf zu sehen ist ein Straßenabschnitt, den nun eine durchgezogene Linie mit Fahrrad-Symbol ziert. Dementsprechend enger fallen die Autospuren jetzt aus.

Die Stadt reagiert damit auf die anhaltende Kritik, dass es sich bei dem Verkehrsnetz für Radfahrer um einen Flickenteppich handelt. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) hatte in der Vergangenheit wiederholt mit dem Ausbau von Radwegen geworben.

Doch statt die Verantwortlichen für den Fortschritt zu loben, melden sich bei Twitter vor allem die Skeptiker zu Wort.

Twitter-Nutzer reagieren mit Hohn und Spott

Auf den Kölner Ringen gibt es seit Jahren Probleme mit dem Radverkehr, weil nicht ausreichend Platz geschaffen wird.
Auf den Kölner Ringen gibt es seit Jahren Probleme mit dem Radverkehr, weil nicht ausreichend Platz geschaffen wird.  © Stadt Köln

Für viele ist die Umsetzung auf den Ringen längst nicht ausreichend. "Radstreifen zu Radwege geht doch anders", bemängelt ein User. "Die Farbe schützt niemanden, Kinder können dort immer noch nicht radeln."

Ein weiterer sieht noch ein anderes Problem: "Schönes Foto! Machen sie doch mal Fotos von der Ecke im Berufsverkehr, denn dann staut sich da vermutlich alles."

Andere Nutzer halten die Bemühungen der Stadt noch für viel zu gering. "281 Meter... dann fehlen ja nur noch 7300 Meter für die gesamten Ringe", merkt einer kritisch an.

Auch würde der Wandel zu Fahrrad-freundlichem Verkehr insgesamt viel zu langsam vonstatten gehen. "Ab 4,5 km pro Monat feier ich dann auch mit", verkündet ein Kritiker.

Bei all dem Gegenwind gehen die positiven Stimmen leicht unter. So konnten sich einige wenige Twitter-Nutzer noch ihren Optimismus bewahren. "Klar gibt es viel zu tun und auch die neue Infrastruktur ist hier und da verbesserungswürdig aber hier einfach mal: VIELEN DANK, dass auf dem Ring nun streckenweise die Zukunft aufblitzt!"

Welche Maßnahmen die Stadt Köln noch umsetzen will, ist auf der Webseite einsehbar.

Titelfoto: Stadt Köln

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