Stadt Köln plant Rückgabe von geraubten Benin-Bronzen, Votum im Dezember

Köln - Die Stadt Köln plant die Rückgabe von 92 Benin-Bronzen aus der Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums an Nigeria.

Nanette Snoep (51), Direktorin des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums, steht vor einer Vitrine mit Benin-Bronzen.
Nanette Snoep (51), Direktorin des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums, steht vor einer Vitrine mit Benin-Bronzen.  © Marius Becker/dpa

Drei Werke sollten auf Wunsch der nigerianischen Partner noch im Dezember, weitere 52 ab 2023 sukzessive an Nigeria zurückgeführt werden, teilte die Stadt Köln am Dienstag mit.

37 der Kunstwerke sollten zunächst für zehn Jahre als Leihgaben in dem Kölner Museum bleiben. Der Rat der Stadt Köln soll am 8. Dezember über den Vorschlag abstimmen.

Die Stadt erklärte, die Beschlussvorlage zur Eigentumsrückübertragung sei das Ergebnis von Verhandlungen mit Vertretern Nigerias, die seit 2021 unter Federführung des Auswärtigen Amtes und der Staatsministerin des Bundes für Kultur geführt wurden.

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Das städtische Rautenstrauch-Joest-Museum verfügt über die viertgrößte Sammlung von Benin-Hofkunstwerken in Deutschland.

Dabei geht es um Werke, die 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast des Königreichs Benin geraubt wurden.

Die Werke wurden anschließend in Europa versteigert.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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