Tödlicher Pfusch auf der A3 bei Köln: Mängel an Betonplatten lange bekannt!

Köln - Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln sind dort weitere Mängel an Lärmschutzwänden entdeckt worden.

Köln: Ein Polizeibeamter der Kriminalpolizei schaut sich auf der A3 die Aufhängung einer ersten entfernten Betonplatte an.
Köln: Ein Polizeibeamter der Kriminalpolizei schaut sich auf der A3 die Aufhängung einer ersten entfernten Betonplatte an.  © Rolf Vennenbernd/dpa

An der Unfallstelle seien sieben Lärmschutzplatten nicht korrekt angebracht worden, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Mittwoch mit.

Dabei sei "offenbar aus Platzgründen bewusst mit geschweißten Winkeln improvisiert" worden.

Die Mängel wurden demnach bei einer Prüfung der Platten im Bereich der Unfallstelle an der Autobahn 3 entdeckt.

Dort war vor rund zwei Wochen eine Betonplatte aus der Schallschutzmauer heraus auf das Auto einer Kölnerin (66) gestürzt und hatte sie laut Obduktion erschlagen.

Bei der Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass die Platte fehlerhaft befestigt worden war.

Mangel bereits 2008 im Abnahmeprotokoll aufgeführt

Nach Angaben des Landesbetriebs war die improvisierte Konstruktion bereits 2008 im Abnahmeprotokoll für das Bauwerk als Mangel aufgeführt worden.

Sie sei nur unter dem Vorbehalt eines statischen Nachweises abgenommen worden, der trotz mehrfacher Aufforderung nicht erbracht wurde. Die Baufirma sei mittlerweile insolvent.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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